Wissenschaftsorganisationen verabschieden Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten
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Qualitätsgesicherte Forschungsdaten bilden die Grundlage wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns. Allein in Deutschland kostet es mehrere Milliarden Euro pro Jahr, diese Ergebnisse zu erstellen. Ein großer Teil dieser Daten wird jedoch von Forschenden oder Arbeitsgruppen nach Abschluss ihrer Vorhaben nicht angemessen dauerhaft archiviert und ist daher einer späteren Wiederverwertung nicht mehr zugänglich. Hinzu kommt, dass mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Methoden Daten in enormen Umfang erzeugt werden und adäquate informationsfachliche Methoden sowie die erforderlichen Infrastrukturen nicht ausreichend zur Verfügung stehen.
Hier sehen alle Wissenschaftseinrichtungen einen dringenden Handlungsbedarf. Die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ hat daher Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten erarbeitet.
Das von den Vorständen der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen beschlossene Grundsatzpapier berücksichtigt die Unterschiede zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen. Wissenschaftliche Daten werden in verschiedenartiger Weise produziert und genutzt mit unterschiedlichsten Anforderungen an ein Datenmanagement. Um die gesammelten Daten interdisziplinär verwenden zu können, müssen diese in standardisierter Form erfasst, dokumentiert und mit ausreichenden Zusatzinformationen versehen werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Grundsatzpapiers ist die Wahrung der Rechte der Forschenden und des allgemeinen Datenschutzes, die nicht eingeschränkt werden dürfen. Gleichzeitig gilt es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ein »data-sharing« eine professionelle Anerkennung zukommen zu lassen.
Auch die Infrastruktur muss in vielen Bereichen aufgebaut oder noch verbessert werden.
Hierzu gehören die Themen Lehre und Qualifizierung im professionellen Umgang mit digitalen Daten. Ebenso bedarf es neuer Initiativen, um die technischen Infrastrukturen und Serviceangebote für eine nachhaltige Archivierung und Bereitstellung der Forschungsdaten zu gestalten.
Der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen gehören an: die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sowie die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.
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