Magnetische Nanowirbel bringen neuen Wind in die Entwicklung magnetischer Datenspeicher
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Dem Hamburger Nano-Physiker André Wachowiak ist es gelungen, winzige magnetische Wirbel zu erzeugen und zu erforschen. Solche Systeme spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer elektronischer Bauelemente in der Magnetoelektronik und der Spintronik.
Der Physiker aus dem Zentrum für Mikrostrukturforschung der Universität Hamburg präparierte winzige Eiseninseln, mit einem Durchmesser von etwa einem 10 000stel Millimeter. In diesen Inseln bilden sich geschlossene magnetische Wirbel, deren Eigenschaften nun erstmals auf den Millionstel Millimeter genau vermessen werden konnten. Dabei wurde das Verfahren der spinauflösenden Rastertunnelmikroskopie eingesetzt, welches in der Hamburger Forschungsgruppe um den Physikprofessor Roland Wiesendanger weltweit führend etabliert ist.
Elektronen haben zwei grundlegende Eigenschaften: Sie tragen eine elektrische Ladung und sie haben einen inneren Drehsinn, den sogenannten Spin. "Herkömmliche Elektronik verwendet nur die Ladung der Elektronen. Elektronische Bauelemente, die auch den Spin von Elektronen nutzen, eröffnen in der Mikro- und Nanoelektronik ganz neue Möglichkeiten," erklärt Roland Wiesendanger.
Die Erforschung der magnetischen Wirbel ist von großer Bedeutung für die Entwicklung von nichtflüchtigen magnetischen Speicherbausteinen (MRAM), welche in wenigen Jahren marktreif werden sollen.
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