29.07.2016 - SOLVAY CHEMICALS INTERNATIONAL S.A.

Solvay meldet erfolgreichen Abschluss des LIFE+ GLEE Projekts

Nachhaltige alternative Technologie zur Fertigung von Li-ion-Akkumaterialien

Solvay hat den erfolgreichen Abschluss seines LIFE+ GLEE Projekts bekannt­gegeben. Ziel des stark auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekts war die Substitution organischer Lösemittel durch Wasser im Fertigungsprozess von wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien (Li-ion-Akkus).

Da Kathodenmaterialien normalerweise wasserempfindlich sind, kommen bei den etablierten Fertigungs­verfahren für Li-ion-Akkus organische Lösemittel zum Einsatz. Nach den REACH- und CLP-Verordnungen sind die meisten dieser Lösemittel aufgrund ihrer karzinogenen, mutagenen oder reproduktionstoxischen (CMR) Auswirkungen als „besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHC) eingestuft. Die REACH-Verordnung der Europäischen Union empfiehlt die sukzessive Substitution dieser Lösemittel.

Für das LIFE+ GLEE Projekt hat Solvay Specialty Polymers eine Pilotanlage zur Entwicklung einer innovativen Kathodenschutztechnologie gebaut, die das aktive Material während der Fertigung vor dem Kontakt mit Wasser schützt. Diese herausragende Technologie birgt keinerlei toxische Risiken und reduziert die mit der Rückgewinnung und Nachreinigung des Lösemittels verbundenen Fertigungskosten.

Die Pilotanlage am Sitz des Forschungs- und Innovationszentrums von Solvay Specialty Polymers in Bollate, Italien, produziert das neue Li-ion-Akkumaterial bereits seit Anfang 2015. „Labortests haben die Vorteile dieses neuen lösemittelfreien und „grünen“ Fertigungsverfahrens für Lithium-Ionen-Batterien bestätigt“, sagt Francesco Triulzi, Alternative Energy Open Innovation Manager bei Solvay Specialty Polymers. „Wir sind nun bereit für Großversuche mit Akkus.“

Das LIFE+ GLEE Projekt wurde teilweise mit Mitteln des EU-Förderprogramms LIFE finanziert (Fördervertrag LIFE12 ENV IT 000712).

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