Russischer Schüler Sieger der 36. Internationalen Chemie-Olympiade

27.07.2004

Hamburg/Kiel (dpa) - Der russische Schüler Alexey Zelfman ist mit 88,7 Punkten Sieger der 36. Internationalen Chemie-Olympiade. Die besten Deutschen landeten auf den Plätzen 13 und 29. Michael Hell vom Leibnitz Gymnasium im bayerischen Altdorf (77,6 Punkte) und Martin Brehm von der Goetheschule Ilmenau in Thüringen (72,3 Punkte) erhielten damit am Montag bei der Siegerehrung im Hamburger Congress Centrum eine Goldmedaille. Die meisten der 30 Goldmedaillen gingen an Schüler aus osteuropäischen und asiatischen Ländern. Der bestplatzierte Amerikaner hat erhielt eine Silbermedaille.

240 Schüler aus 61 Nationen hatten zuvor in Kiel eine Woche lang ihre Leistungen gemessen. Die Chemie-«Olympiade» wird jährlich in einem anderen Land ausgetragen und fand erstmals seit 15 Jahren wieder in Deutschland statt.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte in der Hansestadt, internationale Wettbewerbe in den Naturwissenschaften leisteten einen wichtigen Beitrag für die Nachwuchsförderung. Veranstaltungen wie die Chemie-Olympiade motivierten Schüler für eine intensive Beschäftigung mit den naturwissenschaftlichen Fächern. «Die Schulen müssen die Begeisterungsfähigkeit der jungen Menschen für die Naturwissenschaften positiv aufgreifen und verstärken», forderte Bulmahn.

Zu dem Wettbewerb für Schüler im Alter von 17 bis 19 Jahren hatte das Bundesbildungsministerium eingeladen. Das Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel war Ausrichter. Für die Veranstaltung mussten nach Angaben des Ministeriums unter anderem 14 000 Geräte und 6 000 Chemikalienflaschen beschafft werden, aber auch eine chinesische Version von Microsoft Office. Die Chemie-Olympiade ist Teil der Begabtenförderung von Bund und Ländern und wurde vom Bundesministerium für Bildung mit rund 750 000 Euro unterstützt. 2005 soll der Schülerwettbewerb in Taiwan stattfinden. dpa mk yyno hu

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