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Kaliumdisulfit



Strukturformel
\mathrm{2 \ K^{+} \ [O_2S-SO_3]^{2-}}
Allgemeines
Name Kaliumdisulfit
Andere Namen
  • Kaliummetabisulfit
  • Kaliumpyrosulfit
Summenformel K2S2O5
CAS-Nummer 16731-55-8 [1]
Kurzbeschreibung farbloses (weißes) Pulver, das nach Schwefeldioxid riecht
Eigenschaften
Molare Masse 222,33 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 2,34 g·cm-3 [2]
Schmelzpunkt 190 °C (Zersetzung) [1]
Siedepunkt nicht zutreffend
Löslichkeit

450 g/l (20 ºC) in Wasser [3], unlöslich in Alkohol[2]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[3]
R- und S-Sätze R: 31-36-41 [3]
S: 26-39 [3]
LD50

2300 mg/kg (oral, Ratte)

WGK 1 (schwach wassergefährdend) [3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kaliumdisulfit (K2S2O5) oder auch Kaliummetabisulfit, Kaliumpyrosulfit genannt, ist ein Kaliumsalz der in freier Form nicht stabilen Dischwefligen Säure. Disulfite verfügen über eine recht lange, wenig stabile Schwefel-Schwefel-Bindung. Kaliumdisulfit wird vor allem als Konservierungsmittel (E 224) in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Unter sauren Bedingungen spaltet die Verbindung Schwefeldioxid ab:

\mathrm{K_2S_2O_5 \ + \ 2 \ HCl \ \rightarrow \ 2 \ KCl \ + \ 2 \ SO_2 \ + \ H_2O}

Gewinnung und Darstellung

Herstellung erfolgt durch thermische Dimerisierung (Kondensation) von Kaliumhydrogensulfit unter Abspaltung von Wasser (1), oder bei einer Umsetzung von Schwefeldioxid und Kaliumsulfit in Kalilauge (2):

(1) \mathrm{2 \ HSO_3^- \rightarrow \ H_2O \ + \ S_2O_5^{2-}}
(2) \mathrm{SO_3^{2-} \ + \ SO_2 \ \rightarrow \ S_2O_5^{2-}}

Verwendung

Der Lebensmittelzusatzstoff Kaliumdisulfit (E 224) wird als Konservierungsmittel, Antioxidationsmittel, Farbstabilisator in Lebensmitteln (z. B. auch bei der Schwefelung von Wein) verwendet.

Weiterhin dient es allgemein als Reduktionsmittel in der chemischen Industrie, zum Bleichen von Zucker, als Ätzmittel in der Elektronikindustrie und als Bestandteil von Fixiermitteln in der Photoindustrie [4].

Quellenangaben

  1. a b gefahrstoffdaten.de [1]
  2. a b inorganics.basf.com [2]
  3. a b c d e Merck - ChemDAT.info [3]
  4. metallograf.de [4]
 
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