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Mellit



Mellit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Al2[C6(COO)6] • 16 H2O
Mineralklasse Organische Verbindungen
IX/A.02-10 (nach Strunz)
50.2.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem tetragonal
Kristallklasse ditetragonal-dipyramidal 4/m\ 2/m\ 2/m
Farbe farblos, weiß, gelb, braun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 2 bis 2,5
Dichte (g/cm³) 1,5 bis 1,6
Glanz Harzglanz, Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit undeutlich
Habitus dipyramidische Kristalle, körnige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl ω=1,539 ε=1,511
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,028 ; einachsig negativ
Pleochroismus nicht vorhanden
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Mellit (umgangssprachlich auch Honigstein genannt) ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der organischen Verbindungen, genauer ein Salz organischer Säuren. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Al2[C6(COO)6] • 18 H2[1] und entwickelt meist kleine, dipyramide Kristalle im Zentimeterbereich, aber auch körnige Aggregate von weißer, gelber oder brauner Farbe. Auch farblose Kristalle sind bekannt.

Mellit ist namensgebender Vertreter der Mellit-Julienit-Gruppe, die neben dem weiteren namensgebendem Vertreter Julienit noch die Minerale Abelsonit, Calclacit, Dashkovait, Earlandit, Formiciait, Hoganit, Kafehydrocyanit und Paceit enthält.

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Inhaltsverzeichnis

Besondere Eigenschaften

Die durchsichtigen bis durchscheinenden Kristalle zeigen einen fettigen bis glasigen Glanz. Das Mineral hat eine Mohshärte beträgt 2 bis 2,5 und seine Dichte 1,5 bis 1,6.

Etymologie und Geschichte

Seinen Namen erhielt das Mineral aufgrund seiner oft vorkommenden honiggelben Farbe aus dem Griechischen melis für Honig. Erstmals gefunden und beschrieben wurde es 1789.

Bildung und Fundorte

Mellit ist ein typisches Sekundärmineral und findet sich eingewachsen, in kleinen Gruppen oder Drusen in Braunkohle, seltener in Steinkohle und Sandstein.

Fundorte sind unter anderem Thüringen in Deutschland, Kötschach-Mauthen in Österreich, Böhmen und Mähren in Tschechien, Tatabánya in Ungarn, sowie Russland.

Synthetische Herstellung

Die Mellitsäure (Benzolhexacarbonsäure) C12H6O12 kann aus dem Honigstein abgeschieden und auch durch Behandlung von Kohle mit übermangansaurem Kali in alkalischer Lösung dargestellt werden; sie bildet farblose Nadeln, ist leicht löslich in Wasser und Alkohol, schmeckt und reagiert stark sauer und zerfällt beim Erhitzen mit überschüssigem Ätzkalk in Kohlensäure und Benzol. [2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
  2. Retrobibliothek, Meyers Konversationslexikon - Mellith

Literatur

  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie. 16. Auflage. Ferdinand Enke Verlag 1978, ISBN 3-432-82986-8
  • Petr Korbel, Milan Novák: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mellit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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