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Monazit



Monazit
Monazitsand
Chemismus SEE(PO4) (SEE = Ce, La, Nd, Pr, Y),
kann bis zu 20% Th enthalten
Mineralklasse Phosphate, Arsenate, Vanadate
VII/A.15 (Monazit-Gruppe) (nach Strunz)
38.4.3 (Monazit-Gruppe) (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-prismatisch, 2/m
Farbe braun, gelb, rötlich, grünlich, farblos
Strichfarbe grauweiß
Mohshärte 5 – 5,5
Dichte (g/cm³) 4,8 – 2,5
Glanz Harzglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch uneben
Spaltbarkeit {001} deutlich; {100} undeutlich
Habitus feinkörnige prismatische Einkristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung häufig
Kristalloptik
Brechzahl nα = 1,785 – 1,800
nβ = 1,787 – 1,801
nγ = 1,837 – 1,849
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δn = 0,049 – 0,052 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus farblos zu gelb
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten Unlöslich in Wasser
Ähnliche Minerale Xenotim, Brabantit, Gasparit
Radioaktivität bei Vorhandensein von Th radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen manchmal fluoreszierend

Monazit ((Ce, La, Nd)[PO4]) ist ein Seltenerdphosphat. Die Farbe variiert zwischen braunrot und gelb, es kristallisiert monoklin und hat eine Dichte von ca. 5 kg/dm3. Es ist das wichtigste Erz zur Gewinnung der Metalle der Seltenen Erden. Es besteht aus ca. 50 Prozent Cer, ca. 20 Prozent Lanthan und Neodym, ca. 5 Prozent Praseodym und Spuren anderer Seltenerd-Verbindungen. Die Zusammensetzung von Cer-Mischmetall entspricht der von Monazit. Monazit kann bis zu 20 Gewichtsprozenten radioaktives Thoriumdioxid (ThO2) und bis zu einem Gewichtsprozent Uranoxid (UO2) enthalten, ebenso deren Zerfallsprodukte Blei (Pb) und in sehr geringen Mengen Helium (He). Daher ist Monazit ein wichtiges Mineral für die absolute Altersdatierung von Gesteinen (Geochronologie).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Als Monazitsand bildet es Lagerstätten in Fluss- und Küstensanden (Seifen-Lagerstätten). Sie entstanden durch Anreicherung der schweren Minerale nach Verwitterung des Muttergesteins.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Monazit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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