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Natriumhydrogensulfat



Kristallstruktur
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Natriumhydrogensulfat
Andere Namen
  • primäres Natriumsulfat
  • saures Natriumsulfat
  • Natriumbisulfat
  • pH-Minus (als Schwimmbadzusatz)
Verhältnisformel NaHSO4
CAS-Nummer 7681-38-1
Kurzbeschreibung weißer, kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 120,06 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 2,742 g·cm−3
Schmelzpunkt Zerfall ab 315 °C [1]
Siedepunkt nicht anwendbar
Löslichkeit

1000 g/l (bei 100 °C)

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[1]
R- und S-Sätze R: 41 [1]
S: (1/2-)24-26 [1]
LD50

2490 mg·kg−1 (Ratte)

WGK 1 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumhydrogensulfat (NaHSO4) ist ein saures Natriumsalz der Schwefelsäure. Als Anion enthält es das Hydrogensulfat-Ion. Es wird auch als primäres oder saures Natriumsulfat bezeichnet; ein älterer Name ist Natriumbisulfat.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der weiße, kristalline Feststoff löst sich leicht unter Bildung einer sauren Lösung in Wasser:

\mathrm{NaHSO_4 \; _{(s)} + H_2O \; _{(l)} \rightarrow} \mathrm{Na^+ \; _{(aq)} + SO_4^{2-} \; _{(aq)} + H_3O^+ \; _{(aq)} }

Erhitzt man das saure Natriumsulfat, so wandelt es sich unter Abgabe von Wasser (Dehydratisierung) in Natriumdisulfat um:

\mathrm{2 \; NaHSO_4 \; _{(s)} \longrightarrow Na_2S_2O_7 \; _{(s)} + H_2O \; _{(g)} }

Bei weiterem Erhitzen zerfällt das Natriumdisulfat in Natriumsulfat und Schwefeltrioxid:

\mathrm{Na_2S_2O_7 \; _{(s)} \longrightarrow Na_2SO_4 \; _{(s)} + SO_3 \; _{(g)} }

Herstellung

  • Die Synthese von Natriumhydrogensulfat gelingt durch Einwirkung mäßig warmer, konzentrierter Schwefelsäure auf Natriumchlorid. Als Nebenprodukt entsteht das Gas Chlorwasserstoff:
\mathrm{H_2SO_4 \; _{(l)} + NaCl \; _{(s)} \longrightarrow NaHSO_4 \; _{(s)} + HCl \; _{(g)} }
  • Konzentrierte Schwefelsäure auf Natriumhydroxid tropfen, bis ein Überschuss der Schwefelsäure entsteht. Durch die Wärme entweicht das Wasser. Es bleibt das gewünschte Monohydrat zurück, sofern es nicht zu heiß wird.
\mathrm{H_2SO_4 \; _{(l)} + NaOH \; _{(s)} \longrightarrow NaHSO_4 \; _{(s)} + H_2O \; _{(g)} }
  • Konzentrierte Schwefelsäure auf Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat tropfen, bis kein Gas mehr entweicht. Das entstehende Wasser muss im Exsikkator entfernt werden. Durch Eindampfen der Lösung entsteht in den meisten Fällen auch Natriumdisulfat. Dieses kann mit Wasser befeuchtet und anschließend im Exsikkator getrocknet werden.

Anwendungen

Natriumhydrogensulfat wird zur Senkung des pH-Wertes in Schwimmbecken verwendet, wenn das Wasser zu alkalisch geworden ist.

In der Lebensmitteltechnologie dient es als Festigungsmittel, Säureregulator und Trägersubstanz. Natriumhydrogensulfat und Natriumsulfat sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 514 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.[2]

Quellen

  1. a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 7681-38-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 24. Oktober 2007 (JavaScript erforderlich)
  2. http://www.zusatzstoffe-online.de/zusatzstoffe/216.e514_natriumsulfate.html
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Natriumhydrogensulfat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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