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Rengeit



Rengeit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Sr4ZrTi4Si4O22
Mineralklasse Gruppensilikate (Sorosilikate)
8/C.17-15 (nach Strunz)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse
Farbe dunkel grünlichbraun
Strichfarbe blass grünlichbraun
Mohshärte 5 bis 5,5
Dichte (g/cm³) 4,12
Glanz diamantartig
Transparenz transparent
Bruch
Spaltbarkeit keine
Habitus
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl hoch
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus stark (blassgrün-blassgrünlichbraun oder blassviolett-grünlichbraun)
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Perrierit, Strontiochevkinit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Rengeit ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und der Ordnung der Gruppensilikate (Sorosilikate) mit der chemischen Formel Sr4ZrTi4Si4O22. Durch Substitution können bis zu 10 Gewichtsprozent leichte Seltene Erden sowie geringe Mengen an Ca, Al, Fe, Nb und Ba vorhanden sein. Rengeit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und bildet dunkel grünlichbraune Kristalle mit Diamantglanz. Rengeit ist ein Polymorph von Strontiochevkinit und strukturell dem Perrierit ähnlich.


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Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Rengeit wurde erstmals 2001 beschrieben. Der Name leitet sich von dem Berg Renge in der Nähe der Typlokalität in der japanischen Präfektur Niigata ab.

Bildung und Fundorte

An der Typlokalität tritt Rengeit in xenomorphen, maximal 9 mm großen Aggregaten in Jade auf. Zur Paragenese gehören neben Omphacit und Jadeit auch Titanit, Zirkon und Tausonit. Rengeit ist vermutlich durch die Reaktion strontiumreicher Fluide mit Zr- und Ti-Mineralen während hochgradiger Metamorphose entstanden.

Siehe auch

    Literatur

    • Miyajima H., Matsubara S., Miyawaki R., Yokoyama K. und Hirokawa K. (2001): Rengeit, Sr4ZrTi4Si4O22, a new mineral, the Sr-Zr analogue of perrierite from the Itoigawa-Ohmi district, Niigata Prefecture, central Japan. Mineralogical Magazine 65, S. 111-120.
     
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