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Sodaauszug



Der Sodaauszug ist eine Methode der qualitativen analytischen Chemie, die zur Abtrennung zu bestimmender Anionen von evtl. störenden Kationen dient.

Das zu analysierende Stoffgemisch wird mit der ungefähr drei- bis vierfachen Menge an kristallinem Natriumcarbonat versetzt. Nach Zusatz von Wasser wird das Gemisch für ca. 10 Minuten gekocht (aufgeschlossen) und anschließend abfiltriert. Im Filtrat, dem Sodaauszug, können die im zu analysierenden Stoffgemisch enthaltenen Anionen bestimmt werden. Zu beachten ist, dass während des Aufschlusses auch ungewünschte Reaktionen in der Lösung ablaufen können. Die gleichzeitige Anwesenheit von elementarem Zink führt zum Beispiel dazu, dass ursprünglich vorhandene Nitrationen im Sodaauszug nicht mehr nachgewiesen werden können, da sie zum Nitrit reduziert werden.

In Gegenwart von Bismut-Ionen kann Nitrat in den Rückstand des Sodaauszugs gelangen, da Bismut-Ionen mit Nitrat schwer lösliche basische Salze bilden. Somit kann Nitrat im Sodaauszug nicht mehr nachgewiesen werden.

 
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