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Superaustausch



Superaustauch stellt eine indirekte Spinkopplung magnetischer Momente in einem paramagnetischen Stoff dar. Die Kopplung erfolgt hierbei über vermittelnde Atome (z.B. Liganden). Dabei induziert der Spin eines Metallatoms eine kleine Spinpolarisation in einem besetzten Orbital des Liganden, was gemäß dem Pauli-Verbot zu einer antiparallelen Anordnung des Spins im benachbarten Metallatom führt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Beispiele

Beispiele hierfür sind Oxide, welche im der NaCl-Typ kristallisieren (antiferromagnetisch, s. Abb. 1) oder Spinelle (ferrimagnetisch).

 


Bei der Betrachtung von Manganchalkogenen (MnO, MnS, MnSe) kann man mit zunehmender Ordungszahl eine Erhöhung der Néel-Temperatur beobachten. Dies rührt daher, dass die p-Orbitale der schwereren Chalkogene an Größe gewinnen und so eine bessere Überlappung und damit Wechselwirkung mit den Metallorbitalen gewährleistet ist. Die Néel-Temperatur gibt die Temperatur an, unterhalb derer Spinordnungen vorliegen.




Siehe auch

Austauschwechselwirkung

 
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