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Zirkularpolarisation



Eine elektromagnetische Welle ist zirkular polarisiert, wenn der elektrische Feldvektor an jedem Punkt im Raum als Funktion der Zeit einen Kreis beschreibt. Eine zirkular polarisierte Welle lässt sich als eine Überlagerung zweier senkrecht aufeinander stehender, linear polarisierter Wellen mit gleichem Wellenvektor und gleicher Amplitude sowie einem Phasenversatz von 90 Grad darstellen.

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Erzeugung

  Erzeugen kann man eine zirkular polarisierte Welle durch Beleuchtung eines λ/4-Plättchens mit einer linear polarisierten Welle, so dass dessen schnelle Achse mit der Polarisation des einfallenden Strahls einen Winkel von 45° einschließt.

Ferner können in der Funktechnik zirkular polarisierte Wellen auch durch geeignete Antennen erzeugt werden. Das hat zum Beispiel bei Funkverbindungen mit Satelliten Vorteile gegenüber der horizontalen oder vertikalen Polarisation; die Schwankungen der Signalstärke sind geringer.

Beim Rundfunk wird die Zirkularpolarisation nur in Sonderfällen angewandt, wenn zum Beispiel Mittelwellensender eine Steilstrahlantenne verwenden. Für das Ergebnis spielt die Wahl des Drehsinns eine entscheidende Rolle.

Nachweis

Der Nachweis ist durch eine Kombination aus λ/4-Plättchen und nachgeschaltetem Linearpolarisator möglich: Tritt völlige Auslöschung bei einer Polarisatorstellung von +45 Grad oder −45 Grad bezüglich der optischen Achse des λ/4-Plättchens auf, liegt eine zirkular polarisierte Welle vor.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zirkularpolarisation aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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