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Strategie greift: Evonik steht robuster da

Angekündigt und geliefert: Bereinigtes EBITDA steigt auf 2,6 Mrd. €

06.03.2019

Evonik ist 2018 erneut kräftig gewachsen. Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 2,6 Mrd. €. Alle drei Chemie-Segmente trugen zu diesem Gewinnwachstum bei. Die Ergebnisprognose, die Evonik nach dem ersten Halbjahr angehoben hatte, wurde trotz externer Widrigkeiten im zweiten Halbjahr erreicht.

Der Umsatz legte um 4 Prozent auf 15 Mrd. € zu. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg auf 17,3 Prozent und liegt damit rund einen Prozentpunkt höher als 2017. Dem mittelfristigen Ziel, eine Marge zwischen 18 und 20 Prozent zu erzielen, kommt Evonik damit deutlich näher.

„Trotz erheblicher externer Belastungen haben wir unsere Ziele für 2018 alle erreicht“, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstands von Evonik. „Dank der konsequenten Umsetzung unserer Strategie steht Evonik robuster da, auch in Zeiten schwächelnder Weltwirtschaft und außergewöhnlicher Wetterbedingungen.“

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Jahreshauptversammlung am 28. Mai 2019 eine Dividende von 1,15 € je Aktie vorschlagen. Gemessen am Schlusskurs zum Jahresende 2018 entspricht das einer Dividendenrendite von 5,3 Prozent. Damit liegt Evonik in der Spitzengruppe der Chemie-Unternehmen.

Der bereinigte Jahresüberschuss stieg um 29 Prozent auf 1,29 Mrd. € und erreichte damit einen Rekordwert. Evonik erwirtschaftete einen Free Cashflow von 672 Mio. €.

„Wir hatten für 2018 eine spürbare Steigerung des Free Cashflows versprochen – und die haben wir auch erreicht“, sagt Finanzvorstand Ute Wolf. „In diesem Jahr werden wir weiter an der kontinuierlichen Verbesserung unseres Free Cashflows arbeiten.“

Wie im Herbst 2017 angekündigt, optimiert Evonik die Prozesse in der Verwaltung und im Vertrieb. Damit sollen die Kosten bis Ende 2020 dauerhaft um 200 Mio. € jährlich gesenkt werden. Im vergangenen Jahr sind davon bereits 50 Mio. € ergebniswirksam geworden. Maßnahmen, die die weiteren 150 Mio. € betreffen, gehen nun in die Umsetzung.

Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie 2020+ hat Evonik sich das Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis 2025 gegenüber dem Basisjahr 2008 um absolut 50 Prozent zu senken. Ein interner CO2-Preis soll zudem die Steuerung wichtiger Investitionsentscheidungen ergänzen. Zugleich weitet Evonik seine Aktivitäten aus, um den Anteil von Produkten und Lösungen mit besonderem Nachhaltigkeitsnutzen am Gesamtportfolio auszuweiten. Schon heute erwirtschaftet der Konzern rund die Hälfte seines Umsatzes mit Anwendungen, die nachweislich einen Beitrag zu verbesserter Ressourceneffizienz in der Anwendung beim Kunden leisten.

Für das laufende Jahr rechnet Evonik mit anhaltenden politischen Unsicherheiten und einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern für 2019 ein bereinigtes EBITDA, das auf dem Niveau von 2018 oder leicht darunter liegen wird.

„Wir haben das Kostenbewusstsein bei Evonik deutlich erhöht“, sagt Kullmann. „Zugleich haben wir mit dem Verkauf unseres Methacrylat-Geschäfts das Profil unseres Portfolios weiter in Richtung Spezialchemie geschärft. Damit sind wir gut gerüstet, um die Transformation in diesem Jahr weiterzuführen. 2019 wird sicher kein einfaches Jahr, aber wir stellen uns diesen Herausforderungen auf unserem Weg zum besten Spezialchemieunternehmen der Welt.“

Entwicklungen in den Segmenten

Resource Efficiency: Der Umsatz des Segments stieg im Jahr 2018 um 6 Prozent auf 5,71 Mrd. €. Höhere Preise, teilweise bedingt durch die Weitergabe gestiegener Rohstoffkosten, sowie die Integration des im September 2017 erworbenen Silicageschäfts von J.M. Huber, trieben diese Entwicklung maßgeblich an. Die Nachfrage nach Lackadditiven sowie nach Hochleistungskunststoffen (Polyamid 12) aus der Auto- und 3D-Druck-Industrie wirkten sich ebenfalls positiv auf den Umsatz des Segments aus. Das bereinigte EBITDA von Resource Efficiency stieg um 10 Prozent auf 1,29 Mrd. €.

Nutrition & Care: Bedingt durch die weltweit gestiegene Nachfrage nach Produkten und Lösungen des Segments und die damit verbundenen höheren Mengen und Verkaufspreise stieg der Jahresumsatz von Nutrition & Care um 3 Prozent auf 4,65 Mrd. €. Sehr erfolgreich waren Polymere für intelligente Wirkstofffreigabesysteme in pharmazeutischen Anwendungen im Healthcare-Geschäft ebenso wie Inhaltsstoffe für Produkte aus dem Personal-Care-Bereich. Obwohl die Preise von Aminosäuren für Futtermitteladditive unter dem Vorjahresniveau lagen, blieb der Umsatz aufgrund höherer Mengen stabil. Das bereinigte EBITDA des Segments stieg um 8 Prozent auf 810 Mio. €.

Performance Materials: Der Umsatz von Performance Materials stieg 2018 um 6 Prozent auf 3,98 Mrd. €. Der Hauptgrund dafür waren signifikant höhere Verkaufspreise. Erfreulich entwickelte sich das Methacrylat-Geschäft angesichts eines knappen Marktangebots sowie einer guten Nachfrage insbesondere aus der Coatings- und Autoindustrie. In der zweiten Jahreshälfte führte der niedrige Rheinpegel zu eingeschränkten Transporten von Rohstoffen und Waren und damit zu höheren Logistikkosten. Das bereinigte EBITDA des Segments stieg um 2 Prozent auf670 Mio. €.

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