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Rätseln für die Unternehmensgründung

Lernen und Forschen im Escape Room

12.06.2019

© RUB, Kramer

Uta Wilkens (links) und Yvonne Braukhoff haben zusammen mit Michael Prüfer vom Start-up Think Square den Escape Room an der Ruhr-Universität entwickelt.

Im Universitätsforum Ost der Ruhr-Universität Bochum (RUB) eröffnet am 18. Juni 2019 ein neues Lern- und Forschungslabor: der Think Space.

In diesem Raum können sich Studierende spielerisch dem Thema Unternehmensgründung annähern und erfahren dabei, mit welchen Unsicherheiten Gründer zu tun haben. Wie gehe ich mit knappen finanziellen Ressourcen um? Wie löse ich Konflikte im Gründerteam? Und wie gehe ich mit Herausforderungen unter Zeitdruck um? In dem Simulationsraum lösen Studierende thematische Rätsel; das Spielkonzept lehnt sich dabei an das der Escape Rooms an. Das sind Spielräume, aus denen sich Teams herausspielen, indem sie gemeinsam Rätsel lösen.

Zusammen mit dem Bochumer Escape-Room-Anbieter Think Square haben Projektleiterin Prof. Dr. Uta Wilkens und ihr Team vom Institut für Arbeitswissenschaft das Lern- und Forschungslabor an der RUB entwickelt.

„Mit dem Standort im Universitätsforum Ost, dem Ufo, liegt Think Space nicht nur räumlich dem zentralen Transferprojekt Worldfactory nahe, sondern auch thematisch. Daraus entstehen neue Synergieeffekte“, sagt Prof. Dr. Andreas Ostendorf, Prorektor für Forschung und Transfer.

In der neuen Lernumgebung können Studierende aus den Simulationen Daten für Abschlussarbeiten generieren und damit eigene Forschungskompetenzen entwickeln. Studierende aus neun Fakultäten und 17 unterschiedlichen Masterprogrammen sowie Doktoranden können das erste Studienmodul im Think Space besuchen, das noch im Sommersemester 2019 stattfinden wird. Das Modul ist unter anderem für die Studienfächer Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und IT-Security geöffnet.

Entrepreneurship-Forschung

Die durchgeführten Seminare im Think Space werden forschend begleitet. Es sollen Daten dazu gewonnen werden, was genau Unsicherheit im Kontext der Unternehmensgründung verursacht und wie man Bewältigungskompetenz stärken kann. „Die Entrepreneurship-Forschung nimmt hauptsächlich Gründer in den Blick. Mit dem Think Space können wir durch eine heterogenere Gruppe, die dort aktiv sein wird, die Vorgründungsphase genauer untersuchen“, sagt Uta Wilkens.

Förderung

Der Think Space ist als weiterführende Idee aus dem Instudies-geförderten Lehrmodul „Unsicherheitserfahrung und Bewältigungsstrategien im Gründungskontext“ entstanden. Neben den Räumlichkeiten für das neue Lern- und Forschungslabor stellt die RUB auch Mittel aus dem eigenen Lerninfrastrukturprogramm zur Verfügung. Die Fördersumme beträgt etwa 50.000 Euro. Außerdem unterstützt Instudies das Projekt bis 2020.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

„Wir wollen die Reichweite des Projektes Schritt für Schritt erweitern, für mehr Studiengänge öffnen und auch mit dem RUB-Dezernat für Organisations- und Personalentwicklung zusammenarbeiten“, sagt Projektmitarbeiterin Dr. Yvonne Braukhoff zur Zukunftsperspektive vom Think Space. Das Labor bietet sich nämlich auch für Teamentwicklungsmaßnahmen an. Außerdem ist ein Angebot für RUB-externe Nutzer in Planung.

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    Mathies Evers, Jahrgang 1989, studierte Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er an der Synthese atompräziser molekularer Cluster forschte. Nach seinem Masterabschluss begann er seine Doktorarbeit am Lehrstuhl für Analytische Chemie II von Prof. Dr. Kristina Tschulik und wird durch den ... mehr

    Prof. Dr. Kristina Tschulik

    Kristina Tschulik promovierte im Jahr 2012 an der TU Dresden und arbeitete als Postdoktorandin am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie an der Universität Oxford. Danach baute sie gefördert durch ein NRW-Rückkehrprogramm die Arbeitsgruppe für „Elektrochemie u ... mehr

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