Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Cyberangriff auf Erdölkonzern

Lösegeld gefordert

14.11.2019

geralt, pixabay.com, CC0

Symbolbild

(dpa) Nach einem Cyberangriff auf den mexikanischen Erdölkonzern Pemex sieht sich das Unternehmen einem Erpressungsversuch ausgesetzt. Pemex sei ein seriöser Konzern und werde daher nicht zahlen, sagte Mexikos Energieministerin Rocío Nahle am Mittwoch vor Reportern in Veracruz. Nach Medienberichten hatte ein Hacker Lösegeld in Höhe von 565 Bitcoin (rund 4,5 Millionen Euro) verlangt, um Daten, die beim Cyberangriff vom vergangenen Sonntag verschlüsselt wurden, wieder zu entschlüsseln.

Pemex hatte mitgeteilt, dass versuchte Cyberangriffe «neutralisiert» worden seien. Das Funktionieren von mindestens fünf Prozent der Computer des Unternehmens sei betroffen. Der Betrieb laufe aber normal weiter und der Benzinbestand sei gesichert, hieß es.

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich trotz Hilfen der mexikanischen Regierung derzeit auf knapp 100 Milliarden US-Dollar.

Cyberattacken mit Erpressungs-Trojanern hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. So gab es im Mai und im Juni 2017 zwei große Angriffswellen, bei denen unter anderem der Nivea-Hersteller Beiersdorf, die dänische Reederei Maersk, der Autobauer Renault, Krankenhäuser in Großbritannien und die Deutsche Bahn betroffen waren.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Pemex
  • News

    Erdölförderung in Mexiko geht deutlich zurück

    (dpa) Die Erdölförderung in Mexiko sinkt weiter. Im vergangenen Jahr sei die Produktion um 9,56 Prozent auf 1,94 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gefallen, teilte der staatliche Energiekonzern Pemex am Freitag mit. Die Ölförderung in Mexiko geht bereits seit 2004 zurück, als sie mit ... mehr

    Mexikos Ölkonzern Pemex schließt Joint Venture mit BHP Billiton

    (dpa) Nach der Liberalisierung des mexikanischen Energiemarktes hat der staatliche Erdölkonzern Pemex sein erstes Joint Venture mit einem privaten Unternehmen geschlossen. Gemeinsam mit dem australisch-britischen Konzern BHP Billiton will Pemex künftig das Ölfeld Trión im Golf von Mexiko au ... mehr

    Zahl der Toten nach Chemiewerk-Explosion steigt auf 32

    (dpa) Nach der Explosion in einem petrochemischen Werk im Osten Mexikos ist die Zahl der Toten auf 32 gestiegen. Es seien vier weitere Leichen entdeckt worden, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Sechs der Opfer hätten bislang noch nicht identifiziert we ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.