Von den koreanischen Wurzeln zur weltweiten Bedeutung

Niber Technologies bringt unter regulatorischem Druck eine PFAS-freie Nanomembran auf den Markt

07.08.2026
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Da Regulierungsbehörden weltweit Maßnahmen ergreifen, um PFAS – die synthetischen „ewigen Chemikalien“, die seit langem in wasserdichten Textilien verwendet werden – einzuschränken, treibt Niber Technologies die Entwicklung einer PFAS-freien Plattform für elektrogesponnene Nanofasermembranen voran, die diesem Wandel gerecht wird, ohne dabei Abstriche bei der Leistung zu machen.

Ein weltweiter Trend weg von PFAS

PFAS werden auf natürliche Weise nicht abgebaut und reichern sich in Wasser, Boden und Lebewesen an. Die REACH-Beschränkung der EU für PFHxA tritt im Oktober 2026 in Kraft, ebenso wie das französische Gesetz 2025-188 und ein immer umfangreicheres Flickwerk aus Vorschriften einzelner US-Bundesstaaten. Marken, die lange Zeit auf PFAS-basierte Chemie gesetzt haben, benötigen nun konforme Alternativen, die keine Leistungseinbußen mit sich bringen. Die Membranen von Niber sind von Grund auf PFAS-frei – ein Grundprinzip und keine nachträgliche Anpassung.

Koreanische Wurzeln, industrieller Maßstab, bisher über 11 Mio. US-Dollar eingeworben

Niber wurde 2019 von den Brüdern Park gegründet und baut auf einem Erbe an Fachwissen im Bereich des Elektrospinnens auf, das bis nach Südkorea zurückreicht. Die Gründer machten sich daran, eine Technologie, die lange Zeit auf Anwendungen im Labormaßstab beschränkt war, in eine zuverlässige Fertigungsplattform im industriellen Maßstab zu verwandeln, und bauten Produktions- und F&E-Standorte auf den Philippinen auf. Das in Singapur eingetragene Unternehmen bedient Kunden in ganz Asien, Europa und Nordamerika.

Zur Finanzierung dieses Wachstums hat Niber bis heute institutionelle Mittel in Höhe von insgesamt über 11 Millionen US-Dollar eingeworben, darunter eine Serie-A-Finanzierungsrunde mit Investoren wie TNB Aura und der Asiatischen Entwicklungsbank. Niber bezeichnet sich selbst als Südostasiens ersten Hersteller von PFAS-freien elektrogesponnenen Nanofasermembranen im industriellen Maßstab. Das Wachstum des Unternehmens wurde von der Führungsspitze geleitet, darunter Präsident und Chief Strategy Officer Richard Beck sowie COO Kim Yong-hwan, der die Produktionsstätte des Unternehmens auf den Philippinen leitet.

Einhaltung des PFAS-freien Standards bei gleichzeitiger Bewältigung des Leistungskompromisses

Viele der heute auf dem Markt erhältlichen PFAS-freien Alternativen verlangen von den Marken, dass sie im Gegenzug für die Einhaltung der Vorschriften Abstriche machen – sei es bei der Atmungsaktivität, der Wasserbeständigkeit oder dem Gewicht. Der Ansatz von Niber zielt darauf ab, diesen Kompromiss zu lösen, indem die Leistung auf Faserebene und nicht erst bei der fertigen Membran optimiert wird. Die Membranen von Niber bestehen aus Nanofasern ab einer Länge von 450 Nanometern, die jeweils etwa 20-mal kleiner als ein Bakterium und 200-mal dünner als ein menschliches Haar sind. In dieser Kontrolle auf Einzelfaser-Ebene liegt der Wettbewerbsvorteil des Unternehmens: So lässt sich genau steuern, wie viel Wasser eine Membran abhält, wie viel Wasserdampf sie durchlässt und wie leicht und geschmeidig sie sich in einem Kleidungsstück anfühlt.

Ein RET-Wert von nur 1 sorgt dafür, dass hochleistungsfähige Bekleidung Feuchtigkeit schnell ableitet, wobei niedrigere Werte für atmungsaktiveres Material stehen. Die Basismembranen halten einem Wasserdruck von über 3.000 mmH₂O stand, Laminate sogar über 10.000 mmH₂O, was Marken die Möglichkeit gibt, den Schutzgrad über verschiedene Kategorien hinweg auf derselben Plattform individuell anzupassen. Mit einem Flächengewicht von 3 bis 14 g/m² sind die Membranen leicht genug für 2-Lagen-, 3-Lagen- oder kaschierte Konstruktionen. Und da das Sortiment von Grund auf PFAS-frei konzipiert ist, können Marken, die bei Niber einkaufen, kommende Vorschriften – darunter die EU-REACH-Verordnung zu PFHxA und das französische Gesetz 2025-188 – im gleichen Zeitrahmen wie der Rest ihrer Lieferkette erfüllen.

Zusammenarbeit mit dem deutschen Chemieunternehmen BASF

Die Technologie von Niber wurde in einem Prototyp einer Outdoor-Jacke demonstriert, die unter Verwendung eines von BASF gelieferten TPU-Materials entwickelt und von BASF auf der CHINAPLAS 2026 in Shanghai vorgestellt wurde. Niber nutzt TPU von BASF als Ausgangsmaterial für seine Membranen – eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Partnerschaft, die die Rückverfolgbarkeit der Materialien entlang der gesamten Lieferkette gewährleistet.

Ausbau der globalen Geschäftstätigkeit

Niber hat die Ernennung von Jochen Lagemann zum Chief Commercial Officer mit Wirkung zum 1. August 2026 bekannt gegeben. Lagemann bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Etablierung von Inhaltsstoffmarken im Bereich Funktionsbekleidung und Textilien mit und wird von München aus, dem ersten europäischen Standort des Unternehmens, die globale Markteinführung von Niber leiten.

Die Ernennung baut auf der Ingredient-Brand-Strategie von Niber auf, die gemeinsam mit BRAIND, der 2011 gegründeten Beratungsfirma für Ingredient Brands, entwickelt wurde. Tomas Vucurevic, Geschäftsführer von BRAIND, fungiert als Chief Brand Advisor von Niber und unterstützt das Unternehmen auf seinem Weg zu einer strukturierten Ingredient Brand.

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