30.01.2020 - Merck KGaA

Merck schränkt wegen Coronavirus China-Dienstreisen ein

(dpa) Der Darmstädter Merck-Konzern rät seinen rund 56.000 Mitarbeitern wegen des Coronavirus von Reisen nach China ab. Man empfehle den Beschäftigten weltweit, im Februar auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten oder diese vorerst zu verschieben, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch mit.

Merck ist mit seinen Sparten Pharma, Laborausrüstung und Spezialchemie in China vertreten und hat dort rund 4000 Mitarbeiter. Allerdings habe man keinen Produktionsstandort in der stark betroffenen Stadt Wuhan oder der Provinz Hubei. Merck beschäftige dort nur wenige Menschen überwiegend im Vertrieb. Ihnen habe man empfohlen, in den nächsten 14 Tagen besser von zu Hause zu arbeiten und Symptome umgehend zu melden, erklärte ein Konzernsprecher.

Chinas Regierung hat wegen der neuen Lungenkrankheit rund 45 Millionen Menschen in der Provinz Hubei weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Die Zahl der Todesfälle in China lag zuletzt bei 132. In Deutschland sind vier Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Zahlreiche Konzerne, darunter VW und Thyssenkrupp, haben ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und China-Dienstreisen eingeschränkt.

Folgen für das laufende Geschäft sieht der Merck-Konzern, der China als strategisch wichtigen Markt betrachtet, derzeit nicht. «Es ist verfrüht, bereits zum jetzigen Zeitpunkt etwaige wirtschaftliche Auswirkungen auf unsere Geschäfte abzuschätzen», hieß es.

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