Anforderung rein, Material raus: ExoMatter testet Inverse Design in der Materialentwicklung

Inverse Design könnte Jahre an Laborexperimenten ersetzen

23.09.2026
ExoMatter

Das Münchner Deep Tech Startup ExoMatter hat einen ersten Proof of Concept für Inverse Design mit einem Industriekunden abgeschlossen. Statt vorhandene Materialien gegen eine Anforderung zu prüfen, entstehen Kandidaten bei Inverse Design aus der Anforderung selbst.

Inverse Design ermöglicht Materialsuche nach Anforderungsprofil

Bei der Entwicklung eines neuen Materials definieren Unternehmen zunächst Anforderungen, zum Beispiel an die Leistungsfähigkeit, Kosten oder Nachhaltigkeit eines Materials. Bisher mussten sie mit ihrer Suche jedoch am anderen Ende beginnen und Datenbanken, Fachliteratur und weitere Quellen nach bestehenden Materialien durchsuchen und deren Eigenschaften ergründen.

Inverse Design kehrt diese Vorgehensweise um. Die Technologie identifiziert aus den Anforderungen des Unternehmens ein geeignetes Material, das die Bedingungen erfüllt. Hierzu werden die Anforderungen in berechenbare technische Spezifikationen übersetzt. Der vorgeschlagene Materialkandidaten kann anschließend im Labor bestätigt werden.

Inverse Design stellt Materialentwicklung „vom Kopf auf die Füße”

„Inverse Design stellt die Materialentwicklung für Industrieunternehmen vom Kopf auf die Füße”, sagt Dr. Josua Vieten, Co-Founder von ExoMatter. „Vollständig entwickelt kann Inverse Design Jahre an Laborexperimenten und Laborkosten in Millionenhöhe einsparen, wenn nur noch finale Materialkandidaten im Labor bestätigt werden.” 

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