Vom Holz zur Chemikalie: UPM weiht wegweisende Bioraffinerie in Deutschland ein
Mit einer Jahreskapazität von 220.000 Tonnen ist sie die weltweit größte Anlage ihrer Art
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UPM hat seine Bioraffinerie in Leuna, Deutschland, eingeweiht und damit den Startschuss für eine neue industrielle Plattform für erneuerbare Chemikalien aus Holz gegeben. Die Bioraffinerie wandelt lignozellulosehaltige Biomasse - vor allem Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und Sägewerksreststoffe - in Biochemikalien um. Mit einer Jahreskapazität von 220.000 Tonnen ist sie die weltweit größte Anlage ihrer Art. Der Hochlauf ist weiter vorangeschritten. Die enzymatische Hydrolyse und die Produktion von aus Lignin gewonnenen Spezialchemikalien laufen nun stabil, und UPM baut den Absatz dieser Produkte aus.
„Die Bioraffinerie in Leuna ist für UPM eine wegweisende Investition und ein wichtiger Meilenstein auf unserem Wachstumskurs. Unsere leistungsstarken erneuerbaren Chemikalien eröffnen UPM neue Märkte und unseren Kunden neue Möglichkeiten. Zusammen mit unseren erneuerbaren Kraftstoffen bildet die Bioraffinerie in Leuna eine Plattform für profitables Wachstum und verdeutlicht den Ehrgeiz und die Tatkraft, mit denen UPM Innovationen vorantreibt“, sagte Massimo Reynaudo , Präsident und CEO von UPM.
Die biochemischen Stoffe werden in Alltagsprodukten zum Einsatz kommen, von Bekleidung und Verpackungen bis hin zu Kosmetika, Baustoffen und Reifen. Viele dieser Produkte werden nach wie vor aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Hersteller und Marken suchen nach neuen Wegen, um innovativ zu sein und sich von der Konkurrenz abzuheben, und das Werk in Leuna bietet ihnen erneuerbare Alternativen mit der erforderlichen Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig unterstreicht die globale Erwärmung die Notwendigkeit einer fortgesetzten Defossilisierung, und ein beträchtlicher Teil der Verbraucher sucht nach Produkten aus erneuerbaren Materialien.
Die Bioraffinerie von UPM in Leuna ist zudem ein Meilenstein für die Bioökonomie in Europa. Sie zeigt, dass Lösungen auf Basis erneuerbarer Kohlenstoffressourcen den Sprung von Pilotprojekten zur Produktion im kommerziellen Maßstab schaffen können, wodurch die Abhängigkeit von importierten fossilen Wertschöpfungsketten verringert und die Versorgungssicherheit gestärkt wird.
„Die Wettbewerbsfähigkeit Europas hängt davon ab, dass neue Industriezweige geschaffen und Innovationen ausgeweitet werden. Mit Leuna verwandelt UPM die Stärken Europas in Wissenschaft und Technik in ein neues Wachstumsgeschäft“, sagte Reynaudo .
Die Bioraffinerie verarbeitet Buchenholz aus Durchforstungen und Sägewerksreststoffen, die aus einem Umkreis von etwa 200 Kilometern stammen und für höherwertige Verwendungszwecke wie Bauholz oder Möbel ungeeignet sind. Mithilfe enzymatischer Hydrolyse wird die Biomasse in Industriezucker und Lignin zerlegt - nachwachsende Rohstoffe, die fossile Vorprodukte in der Chemieproduktion ersetzen können. Die Anlage entspricht einer Gesamtinvestition von 1.370 Millionen Euro.