22.09.2010 - Universität zu Köln

Köln wird deutsches Zentrum der Beschleuniger - Massenspektrometrie

Köln bekommt ein neues Forschungs-Highlight: Im Institut für Kernphysik (IKP) der Universität wird das neue 6 Millionen Volt Beschleuniger-Massenspektrometer des „Cologne AMS, Center for Accelerator Mass Spectrometry“ eingeweiht. Nach einer einleitenden Testphase wird damit ab Mitte 2011 der Wissenschaftsgemeinschaft ein modernes leistungsfähiges Massenspektrometer als zentrale Deutsche Einrichtung für innovative Applikationen zur Verfügung stehen.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschft (DFG) geförderten Großgerät kann eine große Zahl verschiedenster kosmogener Nuklide mit einer extrem hohen Empfindlichkeit nachgewiesen und quantitativ vermessen werden. Kosmogene Nuklide, wie das bekannte 14C, entstehen auf natürlichem Weg aus kosmischer Strahlung. Forschungsprojekte der Geologie und Mineralogie sowie auf den Gebieten der Klima- und Umweltforschung können die in Köln zur Verfügung gestellte Technik erfolgreich einsetzen, zum Beispiel zur Datierung oder Untersuchung von Erdoberflächenprozessen. Weitere Anwendungsgebiete findet man in der Archäologie und der Nuklearen Astrophysik.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Uni Köln
  • News

    Energiewende: Solarzellen der nächsten Generation werden immer effizienter

    Ein Forschungsteam hat eine Tandem-Solarzelle aus Perowskit und organischen Absorberschichten mit hoher Effizienz entwickelt, die kostengünstiger herzustellen ist als herkömmliche Solarzellen aus Silizium. Die Weiterentwicklung dieser Technologie soll eine noch nachhaltigere Gewinnung von S ... mehr

    Neuartiger Sensor reagiert hochempfindlich auf Atome und Moleküle

    Einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Universität zu Köln ist es erstmals gelungen, mehrere „atomar präzise“ Nanostreifen aus Graphen, einer Modifikation aus Kohlenstoff, miteinander zu komplexen Strukturen zu verbinden. Die Streifen konnten die Wissenschaftler in ein elekt ... mehr

    40 Jahre alter Katalysator birgt Überraschungen für die Wissenschaft

    Der Katalysator “Titansilikalit-1“ (TS-1) ist nicht neu: Schon vor fast 40 Jahren wurde er entwickelt und seine Fähigkeit entdeckt, Propylen in Propylenoxid, eine wichtige Grundchemikalie in der Chemieindustrie, umzuwandeln. Jetzt hat ein Wissenschaftlerteam der ETH Zürich, der Universität ... mehr

  • q&more Artikel

    Goldplasma macht unsichtbare Strukturen sichtbar

    Die Mikro-Computertomographie (μCT) ist in den letzten Jahren zu einer Standardmethode in vielen medizinischen, wissenschaftlichen und industriellen Bereichen geworden. Das bildgebende Verfahren ermöglicht die zerstörungsfreie, dreidimensionale Abbildung verschiedenster Strukturen. mehr

  • Autoren

    Peter T. Rühr

    Peter T. Rühr, Jahrgang 1988, studierte Biologie mit Schwerpunkt auf der Kopfmorphologie von Ur-Insekten am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er 2017 seinen Masterabschluss erhielt. Seit 2018 promoviert er an der Un ... mehr