22.09.2010 - Universität zu Köln

Köln wird deutsches Zentrum der Beschleuniger - Massenspektrometrie

Köln bekommt ein neues Forschungs-Highlight: Im Institut für Kernphysik (IKP) der Universität wird das neue 6 Millionen Volt Beschleuniger-Massenspektrometer des „Cologne AMS, Center for Accelerator Mass Spectrometry“ eingeweiht. Nach einer einleitenden Testphase wird damit ab Mitte 2011 der Wissenschaftsgemeinschaft ein modernes leistungsfähiges Massenspektrometer als zentrale Deutsche Einrichtung für innovative Applikationen zur Verfügung stehen.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschft (DFG) geförderten Großgerät kann eine große Zahl verschiedenster kosmogener Nuklide mit einer extrem hohen Empfindlichkeit nachgewiesen und quantitativ vermessen werden. Kosmogene Nuklide, wie das bekannte 14C, entstehen auf natürlichem Weg aus kosmischer Strahlung. Forschungsprojekte der Geologie und Mineralogie sowie auf den Gebieten der Klima- und Umweltforschung können die in Köln zur Verfügung gestellte Technik erfolgreich einsetzen, zum Beispiel zur Datierung oder Untersuchung von Erdoberflächenprozessen. Weitere Anwendungsgebiete findet man in der Archäologie und der Nuklearen Astrophysik.

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    Peter T. Rühr

    Peter T. Rühr, Jahrgang 1988, studierte Biologie mit Schwerpunkt auf der Kopfmorphologie von Ur-Insekten am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er 2017 seinen Masterabschluss erhielt. Seit 2018 promoviert er an der Un ... mehr