Brenntag verzeichnet Rekordergebnisse im Geschäftsjahr 2010

18.02.2011 - Deutschland

Brenntag wird das Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen, nicht testierten Zahlen mit Rekordergebnissen abschließen. Verantwortlich waren neben dem organischen Wachstum des operativen Geschäfts mit erhöhter Effizienz der Kostenstruktur und verbesserter Anlagenintensität auch die optimierte Kapitalausstattung sowie der Ergebnisbeitrag der getätigten Akquisitionen.

Der Umsatz erhöhte sich von 6.364,6 Mio. Euro in 2009 um 20,2% (15,3% auf Basis konstanter Wechselkurse) auf 7.649,1 Mio. Euro in 2010. Haupttreiber hierfür waren gestiegene Absatzmengen und höhere Verkaufspreise. Wichtiger noch, es gelang Brenntag die bedeutende Steuerungsgröße Bruttoergebnis vom Umsatz um 12,1% (wechselkursbereinigt 7,6%) auf 1.636,4 Mio. Euro (2009 1.459,5 Mio. Euro) zu steigern. Das operative EBITDA verzeichnete einen noch stärkeren Anstieg und erhöhte sich um 25,5% (20,2% auf Basis konstanter Wechselkurse) auf 602,6 Mio. Euro (2009 480,3 Mio. Euro). Damit übertraf Brenntag die eigene Prognose für das operative EBITDA in 2010 von 570 bis 600 Mio. Euro und verzeichnete erneut ein Rekordjahr.

CEO Stephen Clark: “Durch die Fokussierung unserer gesamten Organisation auf Kundenorientierung mit dem Schwerpunkt auf Mehrwertleistungen konnten wir erneut ein höheres Bruttoergebnis vom Umsatz erwirtschaften. In Kombination mit unseren effizienten Kostenstrukturen war das Wachstum des operativen EBITDA sogar noch höher, letztlich zum Nutzen unserer Aktionäre. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren sowohl die Robustheit als auch die langfristigen Wachstumsperspektiven unseres Geschäftsmodells erneut bewiesen. Während das Jahr 2009 unsere Stabilität gegenüber konjunkturellen Schwankungen untermauerte, haben wir 2010 unseren langanhaltenden Wachstumspfad fortsetzen können.”

Das Ergebnis vor Steuern entwickelte sich in 2010 beachtlich und stieg von 47,1 Mio. Euro in 2009 auf 231,8 Mio. Euro in 2010 (+392,1%). Neben dem deutlichen Wachstum des operativen EBITDA erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern aufgrund der spürbar geringeren Zinskosten, die aus der verbesserten Kapitalstruktur und dem Abbau der Verschuldung nach dem Börsengang im März 2010 resultieren. Der Effekt dieser Verbesserungen auf ein volles Geschäftsjahr wird sich im Finanzergebnis 2011 widerspiegeln. Zusätzlich zu den positiven Effekten aus dem Wachstum des Geschäfts und der verbesserten Kapitalstruktur wurde das Ergebnis vor Steuern durch geringere Abschreibungen auf den Kundenstamm positiv beeinflusst.

Das Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2010 lag bei 146,6 Mio. Euro (2009 0,5 Mio. Euro). Brenntag wird mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2010 eine Dividende zur Verabschiedung durch die Jahreshauptversammlung vorschlagen.

Die Investitionen in langfristige Vermögenswerte (Capex) sind mit 85,1 Mio. Euro auf ein für Brenntag normales Niveau zurückgekehrt. Der Anstieg des Working Capital konnte trotz des hohen Geschäftswachstums durch ein aktives Working Capital Management auf 136,4 Mio. Euro begrenzt werden. Die deutlich niedrigeren Umsatzerlöse des Jahres 2009 führten zu einem Liquiditätszufluss aus Veränderungen des Working Capital, ein Effekt, der durch die steigende Geschäftstätigkeit in 2010 teilweise umgekehrt wurde. Insgesamt führten diese Effekte zu einem Free Cash Flow in Höhe von 376,1 Mio. Euro.

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltwirtschaft und der Fortsetzung der positiven Trends in der Chemiedistribution geht Brenntag für 2011 weiterhin von einer positiven Ergebnisentwicklung aus und plant ein Wachstum bei allen relevanten Ergebnisgrößen. Der in 2010 vorgenommene Schuldenabbau wird das Finanzergebnis weiter verbessern. Aufgrund der Tatsache, dass die Abschreibungen auf den Kundenstamm und ähnliche Rechte, die im Zuge der Kaufpreisallokation bei der Übernahme der Brenntag Gruppe durch von BC Partners, GSMP und Bain Capital beratene Fonds im September 2006 aktiviert wurden, im September 2010 abgeschlossen wurden, werden auch die gesamten Abschreibungen des Brenntag Konzerns weiter zurückgehen.

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