Merck investiert in Innovationen

13.05.2014 - Deutschland

Merck plant nach einem Rekordjahr 2013 Investitionen in Innovationen, um auch in diesem und in den kommenden Jahren operatives Wachstum sicherzustellen. „2013 war ein hervorragendes Jahr für Merck – alle vier Sparten waren erfolgreich“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, bei der Hauptversammlung in Frankfurt. „Im Rahmen unseres Transformations- und Wachstumsprogramms ‚Fit für 2018‘ steht in den nächsten zwei Jahren Wachstum im Vordergrund. Dabei streben wir sowohl organisches als auch nicht-organisches Wachstum an.“ Hierbei seien Einlizenzierungen im Pharmabereich oder die geplanten Investitionen von rund 100 Millionen Euro in den Bereich Biosimilars ebenso denkbar wie Zukäufe. Die abgeschlossene Übernahme des Hightech-Materialien-Herstellers AZ Electronic Materials sei dabei ein erster Schritt, so Kley. Hier betrug die Annahmequote mit Stand vom Vortag 97,8%.

Merck hat sich zum Ziel gesetzt, 2014 sowohl Umsatz als auch das EBITDA vor Sondereinflüssen stabil zu halten. Dies setze das weitere Wachstum des operativen Geschäfts voraus, da das EBITDA vor Sondereinflüssen in diesem Jahr durch sinkende Lizenz- und Provisionserlöse mit mehr als 100 Millionen Euro belastet werde, so Kley gegenüber den Aktionären. Diese Prognose enthält noch keine Effekte aus der Übernahme von AZ Electronic Materials. Eine detaillierte Prognose für das Geschäftsjahr gibt Merck im Rahmen der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal am 15. Mai.

Für das abgelaufene Jahr 2013 hatte der Konzern ein solides organisches Wachstum seiner Umsatzerlöse um 4,2 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro vermeldet. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg dank der schnelleren Umsetzung der Effizienzsteigerungsmaßnahmen um 9,7 Prozent auf den Rekordwert von 3,3 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis hat sich auf 1,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Um die Aktionäre am Rekordergebnis zu beteiligen, schlug Merck den Anteilseignern eine Erhöhung der Dividende um 20 Cent auf 1,90 Euro vor. Der Anstieg um 12 Prozent berücksichtige, dass sich der Konzern nach wie vor in einer Phase des Umbaus befinde, erläuterte Kley. Aufgrund des anhaltenden hohen Aktienkurses stellte Merck darüber hinaus einen Aktiensplit im Verhältnis 2:1 zur Abstimmung, um die Liquidität der Merck-Aktie zu erhöhen und das Papier noch attraktiver für private Anleger zu machen.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung standen auch die acht Vertreter der Kommanditaktionäre zur Wahl. Für eine Amtsperiode von fünf Jahren als Kandidaten aufgestellt hatte Merck:

  • Wolfgang Büchele, designierter Vorstandsvorsitzender der Linde AG und Mitglied des Merck-Aufsichtsrates seit 1. Juli 2009, als Aufsichtsratsvorsitzender;
  • Michaela Freifrau von Glenck, Lehrerin, Mitglied des Merck-Aufsichtsrates seit 28. März 2008;
  • Albrecht Merck, Kaufmännischer Direktor Weingut Castel Peter, Mitglied des Merck-Aufsichtsrates seit 1. Januar 2005;
  • Helga Rübsamen-Schaeff, Geschäftsführerin AiCuris GmbH & Co. KG;
  • Gregor Schulz, Vorstandsvorsitzender Biotest AG und
  • Theo Siegert, Geschäftsführender Gesellschafter de Haen Carstanjen & Söhne, Mitglied des Merck-Aufsichtsrates seit 30. Juni 2006.

Als Vertreter der Merck-Familie wurden Siegfried Karjetta und Tobias Thelen durch die E. Merck Beteiligungen KG in den Aufsichtsrat der Merck KGaA entsendet.

Nicht wieder kandidiert hatten Rolf Krebs, der dem Gremium seit 30. Juni 2006 angehört hatte und seit 23. Juli 2009 dessen Vorsitzender war, sowie Johannes Baillou, Frank Binder und Hans-Jürgen Leuchs.

Bereits im April wurden darüber hinaus mit Crocifissa Attardo, Mechthild Auge, Gabriele Eismann, Michael Fletterich und Alexander Putz, Dietmar Oeter, Edeltraud Glänzer und Karl-Heinz Scheider die acht Vertreter der Arbeitnehmer für den Aufsichtsrat gewählt.

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