Schwefelsäurebetrieb bei Bayer mit neuem technischen Pfiff
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Der Teilkonzern Bayer Chemicals (BCH) investiert im Bayerwerk Leverkusen in die Zukunft: Für 35 Millionen Euro wurde der Schwefelsäure-Betrieb modernisiert. Resultat des Umbaus war eine neue sogenannte Doppelkontaktanlage, die nun das Kernstück des Gesamtprojekts darstellt. In dieser Anlage wird hauptsächlich Oleum, eine Mischung aus Schwefelsäure und Schwefeltrioxyd, produziert. Oleum gehört zu einer Gruppe von Zwischenprodukten, die bei Bayer und anderen externen Kunden zur Herstellung verschiedener chemischer Substanzen benötigt wird. Die Kapazität liegt bei einer maximalen jährlichen Produktionsmenge von 150.000 Tonnen. "Das Doppelkontaktverfahren, das gegenüber dem einfachen Verfahren zu einem deutlich geringeren Schwefeldioxyd-Ausstoß führt und damit die Umwelt spürbar entlastet, wurde in den 60er Jahren von Bayer entwickelt und ist heute weltweit Standard", betont Dr. Reinhold Brink, Produktionsleiter der Leverkusener Schwefelsäurebetriebe bei Bayer Chemicals. In der neuen Doppelkontaktanlage sind diverse technische Neuerungen verborgen, die vor allem hinsichtlich der Sicherheit einen Fortschritt bedeuten. Zu den technischen Verbesserungen zählen: ein Niedertemperaturofen mit Schwefelverdüsung, eine Berstscheibe zum Schutz vor Überdruck, Notablasstanks zur Aufnahme von Oleum und Säure sowie der Einsatz von Edelstählen in der Konstruktion der Apparate.
Ein zusätzlicher Nebeneffekt der Produktion ist der Energiegewinn, denn pro produzierter Tonne Schwefel werden 15 Prozent Dampf mehr gewonnen als in den herkömmlichen Anlagen. Dieser Dampf wird an die Betriebe im Bayerwerk Leverkusen weitergegeben. Außerdem wurden die Mitarbeiter schon vor dem Start an einem Trainingssimulator geschult, ganz im Sinne von Responsible Care.
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