EU-Kartellwächter durchsuchen 14 Chemiekonzerne - Preisabsprachen-Verdacht

17.02.2003

HAMBURG (dpa-AFX) - Die EU-Kartellwächter haben bei 14 Chemiekonzernen in ganz Europa bei Hausdurchsuchungen nach Hinweisen auf Preisabsprachen gesucht. "Es geht um den Verdacht, dass die Unternehmen über Europa hinaus Kartelle gebildet haben", sagte ein Sprecher der Kommission der Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag in Brüssel. Er bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD, Freitagausgabe). Welche Firmen von den Durchsuchungen betroffen sind, wollte der Sprecher nicht sagen.

Der FTD zufolge bestätigten der französisch-belgische Chemiekonzern Atofina und die niederländische Akzo Nobel die Untersuchung von EU-Inspektoren. Die beiden deutschen Branchenführer BASF und Bayer seien nicht betroffen gewesen, genauso wenig Celanese .

Einen Verdacht aus Preisabsprachen gäbe es vor allem in zwei Fällen, in denen es um Produkte für den PVC-Markt geht. Gleichzeitig hätten auch US-amerikanische, japanische und kanadische Behörden entsprechende Kontrollen ausgeführt. Dies sei ein bisher beispielsloser Fall der Zusammenarbeit zwischen den größten Kartellbehörden der Welt./st/cs

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