Früherer ImClone-Chef Waksal zu mindestens sieben Jahren Haft verurteilt

11.06.2003

Der ehemalige Chef des US-Biotechnologieunternehmens ImClone, Sam Waksal, ist wegen Insiderhandels zu einer Haftstrafe von mehr als sieben Jahren verurteilt worden. Damit verhängte der US-Bezirksrichter William Pauley die in diesem Fall mögliche Höchststrafe. Waksal muss wegen Insiderhandels, Meineids und anderen Vergehen zudem eine Strafe von 3 Millionen US-Dollar zahlen und Steuern in Höhe von mehr als 1 Millionen Dollar nachzahlen. Die ImClone-Aktie stieg um 1,47 Prozent auf 35,98 Dollar.

Waksal wird seine Haftstrafe am 2. Juli antreten. Bis dahin muss der frühere Top-Manager eine elektronische Fußfessel tragen. In dem Prozess hatte sich Waksal bei seiner Familie, den Angestellten von ImClone und "allen anderen Menschen, die er verletzt habe" entschuldigt.

Waksal hatte im vergangenen Oktober zugegeben, er habe seine ImClone-Aktien verkaufen wollen, nachdem er von einem negativen Entscheid der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Krebsmedikament Erbitux erfahren hatte. Der Aktienkurs von ImClone war nach Bekanntgabe der FDA-Entscheidung abgestürzt. In diesem Zusammenhang war auch die Freundin Waksals, die bekannte amerikanische Liftstyle-Moderatorin und Unternehmerin Martha Stewart, ins Visier der Ermittler geraten. Sie ist des Wertpapierbetrugs und der Verschwörung angeklagt.

Die ImClone-Aktien hatten zuletzt von positiven Nachrichten zu Erbitux profitiert. ImClone und der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb hatten sich wegen des Krebsmedikaments Erbitux mit der FDA getroffen. ImClone will bei der Behörde einen neuen Zulassungsantrag stellen.

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