Neuer Abluftfilter reinigt biologisch

04.02.2004

Bei der chemischen oder physikalischen Abluftreinigung lagern sich die Schadstoffe an andere Medien an, die dann aufwendig entsorgt oder regeneriert werden müssen und so neue Kosten verursachen. Bei der biologischen Abluftreinigung werden dagegen die Schadstoffe eliminiert oder in unbedenkliche Stoffe umgewandelt, was wesentlich kostengünstiger ist. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) hat das Unternehmen Umwelttechnik Dr. Bartetzko aus Berlin einen biologischen Abluftfilter entwickelt, der hochbelastete Abluftströme und schwer wasserlösliche Verbindungen - auch in großen Mengen - ökonomisch reinigen kann und sich besonders für den Einsatz in Druckereien eignet.

Durch den Abbau der Schadstoffe bildet sich Biomasse, die in konventionellen Filtern zu Verstopfungen und damit zu einem Druckverlust führen kann. Es besteht die Gefahr, dass die Trägermaterialien überwuchern, was einen Betriebsstillstand zur Folge hat, der dann manuell behoben werden muss. Um Verstopfungen zu minimieren und die Mikroorganismen optimal mit Nährstoffen zu versorgen, entwickelte das Unternehmen eine neue Software, die den Filterprozess steuert und kontrolliert. Der biologische Aktivkohlefilter kann sich zudem problemlos an unterschiedliche Substanzen an-passen und es entstehen keine vegetationsähnlichen Gerüche wie bei Anlagen mit organischen Trägermaterialien.

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