Forschungsministerium fördert Merck-Projekte für Hybrid-/ Elektrofahrzeuge der Zukunft

01.04.2009 - Deutschland

Zwei Forschungsprojekte, in denen Merck neuartige Materialien für Lithium-Ionen-Batterien in Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektromotor entwickelt, werden mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Dr. Klaus Bofinger, der bei Merck den Bereich Advanced Technologies im Unternehmensbereich Chemie verantwortet, erhielt die Bewilligungsbescheide von Andreas Storm, Mitglied des Bundestages und parlamentarischer Staatssekretär im BMBF.

Die Bundesregierung werde in den nächsten Jahren 700 Millionen € in die Forschung zur Elektromobilität investieren. Wurden bislang in Hybridfahrzeugen Nickel-Metallhydrid-Batterien verwendet, so sollen künftig leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz kommen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Batterien sind Lithium-Ionen leitende Flüssigkeiten, sogenannte Elektrolyte, für deren Entwicklung Merck verantwortlich ist. Bofinger gab für Merck das Ziel in dem Feld der Lithium-Ionen-Batterien aus: „Wir wollen uns als europäischer Elektrolythersteller für hochinnovative Batteriekonzepte positionieren.“

Die beiden geförderten Projekte sind Teil der Innovationsallianz LIB 2015 (Lithium Ionen Batterien 2015) des BMBF. Ziel dieser Allianz ist die Etablierung mobiler Energiespeicher unter anderem für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb.

Die zwei Merck-Projekte zielen darauf ab, die Energiedichte von Lithium-Ionen-Batterien deutlich zu erhöhen und zugleich Batteriezellen mit höherer Sicherheit zu entwickeln. Beide Projekte laufen über einen Zeitraum von drei und vier Jahren unter anderem mit den Partnern Daimler AG, Continental AG, Süd-Chemie AG sowie Li-Tec Battery GmbH & Co KG. Merck übernimmt jeweils den Part der Elektrolytentwicklung.

Marktbeobachter gehen von einer rasant steigenden Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge aus. Für die Jahre 2009 bis 2013 sagen sie ein jährliches Wachstum von über 25 Prozent voraus.

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