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Anatas



Anatas
Anatas-Kristalle (2 x 1 cm) aus Gouveia/Brasilien
Chemismus TiO2
Mineralklasse Oxide
IV/D.14-10 (nach Strunz)
4.4.4.1 (nach Dana)
Kristallsystem Tetragonal
Kristallklasse ditetragonal-dipyramidal 4/m\ 2/m\ 2/m
Farbe schwarzgrau, braun, rötlich-braun, blau; selten farblos
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5,5 - 6
Dichte (g/cm³) 3,8 - 4
Glanz Metallglanz bis Diamantglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus bipyramidale und tafelige Kristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl 2,49 - 2,55
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,073 ; einachsig negativ
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Anatas ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide mit einem Verhältnis Metall:Sauerstoff=1:2. Seine Farben variieren zwischen schwarzgrau, braun, rötlich-braun und blau. Selten werden auch farblose Kristalle gefunden. Begleitmineralien sind Brookit und Quarz.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Modifikationen und Varietäten

Anatas ist neben Brookit und Rutil eine Modifikation des Titandioxids. Ab etwa 915°C wandelt es sich in Rutil um.

Bildung und Fundorte

Anatas entsteht hydrothermal und bildet kleine, bipyramidale, säulen- oder dick tafelförmige Kristalle, aufgewachsen oder lose. Er kommt auf Klüften im Granit, Glimmerschiefer, Gneis, Diorit vor.

Zu finden ist Anatas unter anderem von den Westalpen bis zu den Tauern durch die Zentralzone der Alpen, aber auch in der Dauphiné, in Tessin, Graubünden sowie auch im Ural, zu Arendal auf Erzlagern, lose im diamantführenden Sand von Itabira in Brasilien.

Verwendung

Anatas dient als weißes Pigment in der Farbmittelindustrie und selten auch als Schmuckstein.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anatas aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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