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Colusit



Colusit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Cu12-13V(As,Sb,Sn,Ge)3S16
Mineralklasse Sulfide und Sulfosalze - Metall:Schwefel (Selen,Tellur)=1:1
II/C.10-40 (nach Strunz)
3.1.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse hexakistetraedrisch \ \bar 4 3 m
Farbe Bronzefarben
Strichfarbe schwarz
Mohshärte 3 bis 4
Dichte (g/cm³) 4,2
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch spröde
Spaltbarkeit keine
Habitus körnige bis massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung selten nach {111}
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Colusit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel, Selen, Tellur = 1 : 1. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Cu12-13V(As,Sb,Sn,Ge)3S16 und entwickelt meist körnige bis massige, bronzefarbige Aggregate. In seltenen Fällen werden Kristalle bis etwa 5 Millimeter gefunden.

Colusit ist namensgebend für eine Gruppe strukturell ähnlicher Minerale, der Colusitgruppe. Weitere Mitglieder dieser Gruppe sind Germanit, Germanocolusit, Maikainit, Morozeviczit, Nekrasovit, Ovamboit, Polkovicit, Renierit, Stibiocolusit, Sulvanit und Vinciennit.


Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Benannt wurde Colusit nach seiner Typlokalität, der „East Colusa Mine“ in Butte (Montana), wo es 1932 erstmals gefunden wurde.

Dem bisher eigenständigen Mineral Arsenosulvanit wurde 2006 der Mineralstatus durch die IMA aberkannt, da es mit Colusit identisch ist.

Bildung und Fundorte

Colusit bildet sich hydrothermal in Kupfererz-Adern gemeinsam mit anderen Sulfid-Mineralen wie beispielsweise Bornit, Enargit, Galenit, Pyrit und Sphalerit.

Weitere Fundorte sind unter anderem Andalgalá und LaRioja in Argentinien, die Provinzen Livorno, Lucca und Massa-Carrara in Italien, Cochrane/Ontario in Kanada, Katanga in der Demokratischen Republik Kongo, Hütten/Leogang in Österreich, sowie an mehreren Orten in den USA.

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Colusit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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