Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Mercaptobenzothiazol



Strukturformel
Allgemeines
Name Mercaptobenzothiazol
Andere Namen
  • 2-Mercaptobenzothiazol
  • 2-Mercaptobenzthiazol
  • Benzothiazol-2-thiol
  • 2-Benzothiazolthiol
  • MBT
Summenformel C7H5NS2
CAS-Nummer 149-30-4
Kurzbeschreibung Monokline Nadeln oder Blättchen mit unangenehmem Geruch
Eigenschaften
Molare Masse 167,24 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,42 g·cm−3
Schmelzpunkt 181 °C [1]
Siedepunkt >260 °C
Dampfdruck

<0,0003 Pa (25 °C)

pKs-Wert

6,93 [1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 43-50/53
S: (2-)24-37-60-61
MAK

4 mg·m−3[3]

WGK 2 (wassergefährdend)[3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Mercaptobenzothiazol ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der Heteroaromaten. Sie kann bei Hautkontakt sensibilisieren und eine Kontaktallergie auslösen.[2]

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Die industrielle Synthese von Mercaptobenzothiazol verwendet Anilin, Schwefel und Schwefelkohlenstoff als Ausgangsstoffe. Diese Reagenzien werden in einem Autoklaven bei Drücken zwischen 850 und 1100 psi (5,86 bis 7,58 MPa) auf 235–240 °C erhitzt.[4]

\mathrm{C_6H_5NH_2 + \ S \ + \ CS_2\xrightarrow[850-1000 psi]{235-240^{\circ}C} \ C_7H_5NS_2 + H_2S}

Verwendung

Mercaptobenzothiazol wird häufig als Vulkanisationsbeschleuniger und Alterungsschutzmittel bei der Herstellung von Gummiartikeln verwendet. Es findet sich unter anderem:

Sicherheitshinweise

  • Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 4 mg·m−3 gemessen in der einatembaren Fraktion
  • Geruchsschwellenwert: 12 mg·m−3

Quellen

  1. a b c SRC PhysProp Database
  2. a b c d e f g Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie (2000): 2-Mercaptobenzothiazol – Toxikologische Bewertung
  3. a b BGIA Gestis Stoffdatenbank
  4. US Patent 1937 Veröffentl.-Nr. US2090233
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mercaptobenzothiazol aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.