17.12.2020 - BASF SE

BASF und Eramet vereinbaren Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines Nickel-Kobalt-Raffineriekomplexes

Nickel-Kobalt-Raffineriekomplex soll den wachsenden Markt für Elektroautos mit wichtigen Rohstoffen versorgen

BASF und Eramet haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam die Entwicklung eines hochmodernen hydrometallurgischen Nickel-Kobalt-Raffineriekomplexes zu bewerten. Dies würde eine Anlage für Hochdruck-Säurelaugung (high-pressure acid leaching, HPAL) und eine Raffinerie für Basismetalle umfassen. Die HPAL-Anlage soll in Weda Bay/Indonesien angesiedelt werden, während der Standort der Raffinerie für Basismetalle in der Machbarkeitsstudie festgelegt werden soll.

Die HPAL-Anlage wird aus lokal gefördertem Erz aus der Lagerstätte Weda Bay ein Nickel- und Kobalt-Zwischenprodukt herstellen. Seit dem Erwerb von Weda Bay im Jahr 2007 führte Eramet umfangreiche geologische Arbeiten durch und bestätigte das Potenzial der Lagerstätte. Der Abbaubetrieb begann Ende 2019. Die Raffinerie für Basismetalle wird Nickel und Kobalt liefern für die Herstellung von Vorprodukten für Kathodenmaterialien und anschließend Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen.

Ein sicherer Zugang zu Rohstoffen, insbesondere zu Nickel, ist entscheidend zur Unterstützung des starken Wachstums in der globalen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Der Anteil an Kathodenmaterialien mit hohem Nickelgehalt steigt, um die Nachfrage nach Batterien mit höherer Energiedichte zu bedienen und die Gesamtkosten für Batterien zu senken. Die geplante Entwicklung wird BASF Zugang zu einer zusätzlichen sicheren Quelle von 42.000 Tonnen Nickel und 5.000 Tonnen Kobalt aus Minen bieten, die nach international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards betrieben werden.

Das Projekt zielt auf eine Inbetriebnahme der HPAL-Anlage und der Raffinerie für Basismetalle Mitte der 2020er Jahre ab. In der ersten Phase soll eine Machbarkeitsstudie mit begrenzter Finanzierung durchgeführt werden.

„Mit Eramet haben wir einen verantwortungsvollen und erfahrenen Partner für die Lieferung von Rohstoffen für unsere Produktion von Batteriematerialien“, sagt Dr. Peter Schuhmacher, Leiter des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF. „Als globaler Lieferant bietet BASF eine Komplettlösung von Metallen bis hin zu innovativen Kathodenmaterialien zur Unterstützung unserer Kunden im Bereich Batteriematerialien auf der ganzen Welt.“ 

Christel Bories, Vorsitzende und CEO von Eramet kommentiert: „Unser Ziel ist es, Bergbau-, Raffinerie- und Recyclingprojekte mit einem vollständig integrierten Ansatz über die gesamte Wertschöpfungskette für Elektroautos hinweg zu entwickeln. Die Partnerschaft mit BASF ist eine einzigartige Gelegenheit im Einklang mit unserer Strategie, eine solide und nachhaltige Versorgung der Batterieindustrie zu gewährleisten.“

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