Tarifrunde ohne Durchbruch
Verhandlungen auf Ende Februar vertagt
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Die Tarifrunde für die Chemie- und Pharmaindustrie ist nach zweitägigen Verhandlungen vertagt worden. Die Verhandlungen für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten werden am 23. und 24. Februar in Wiesbaden fortgesetzt. Strittig ist vor allem, wie die Lasten durch den andauernden Wohlstandsverlust fair verteilt werden.
BAVC-Verhandlungsführer Bürk: „Unser Ziel bleibt eine Atempause für die Unternehmen“
„Wir befinden uns mitten in einer tarifpolitischen Zeitenwende“, sagte BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk. „Unsere Industrie hat in den letzten Jahren massiv an Substanz verloren. Es gibt auf absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können. Wir brauchen einen Tarifabschluss, mit dem wir Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen.“ Die Chemie stehe mit dem Rücken zur Wand: „Seit Jahren hangeln wir uns von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Wir produzieren ein Fünftel weniger als 2018. Jede vierte Anlage ist derzeit im Leerlauf. Restrukturierung und Stellenabbau bestimmen das Bild“, so Bürk. „Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, damit sie sich so gut wie möglich neu aufstellen können. Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen wir die Krise.“
Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen – Perspektiven für Beschäftigung verbessern
Neben mehr Geld fordert die IGBCE verbindliche tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. BAVC-Verhandlungsführer Bürk: „Der beste Schutz für Arbeitsplätze am Standort Deutschland ist ein Sofortprogramm für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Dazu müssen auch die Tarifpartner ihren Beitrag leisten.“ Eine flächendeckende Jobgarantie per Tarifvertrag könne es nicht geben. „Sichere Arbeitsplätze lassen sich nicht verordnen, weder durch die Politik noch durch die Sozialpartner auf Branchenebene. Je schneller wir wieder wettbewerbsfähig werden, desto besser sind die Perspektiven für die Beschäftigung.“
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