Merck hebt Prognose für das Gesamtjahr an und erwartet bis zu 21,4 Mrd. € Umsatz

Neuer CEO Kai Beckmann kündigt Anpassung des Betriebsmodells an

13.05.2026
Merck KGaA

Kai Beckmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Group CEO von Merck

Merck ist solide ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Das Unternehmen erzielte im 1. Quartal auf Konzernebene ein moderates organisches Umsatzwachstum sowie nachhaltige Profitabilität. Die Haupttreiber hierfür waren Process Solutions und Semiconductor Materials. Starke Wechselkurseffekte wirkten sich weiterhin negativ auf die berichteten Kennzahlen aus.

„Unsere Leistung im ersten Quartal unterstreicht die Stärke des diversifizierten Portfolios des Unternehmens und seinen klaren Fokus auf komplementäre Wissenschafts- und Technologiegeschäfte“, sagte Kai Beckmann, seit dem 1. Mai Vorsitzender der Geschäftsleitung und Group CEO von Merck. „Auf Grundlage unserer Leistung im ersten Quartal und der aktuellen Marktbedingungen heben wir unsere Finanzprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Gleichzeitig schärfen wir die strategische Ausrichtung des Unternehmens für die lange Frist. Da sich Märkte, Technologien und Kundenbedürfnisse weiterentwickeln, werden wir das Betriebsmodell von Merck anpassen und uns stärker auf integrierte Workflow-Lösungen für Kunden konzentrieren, unser Angebot für Kunden und Patienten ausbauen und Kompetenzen über unsere Geschäfte hinweg bündeln.“

Ergebnisse des 1. Quartals

Im 1. Quartal 2026 erzielte der Merck-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 5,1 Mrd. € (Q1 2025: 5,3 Mrd. €). Das entspricht einem organischen Wachstum von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Starke Währungseffekte von –5,5 % führten jedoch zu einem Rückgang der berichteten Umsatzerlöse um 2,8 %. Das EBITDA pre belief sich auf 1,5 Mrd. € (Q1 2025: 1,5 Mrd. €) und wuchs organisch um 5,3 %. Demgegenüber standen Währungseffekte von –5,7 %. Die EBITDA-pre-Marge verbesserte sich auf 29,8 % (Q1 2025: 29,1 %), unterstützt durch Einmaleffekte im Unternehmensbereich Electronics. Das Ergebnis je Aktie pre von 2,11 € lag auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1 2025: 2,12 €). Die Entwicklung spiegelt ein diszipliniertes Kostenmanagement sowie unterschiedliche Beiträge der drei Unternehmensbereiche wider, die durch negative Wechselkurseffekte aufgehoben wurden.

Solide Nachfrage prägt Konzernentwicklung

Im 1. Quartal 2026 verzeichnete Merck eine solide Nachfrage über das Portfolio hinweg. Trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit und geopolitischer Spannungen zeigt diese Entwicklung die Resilienz in den attraktiven Wachstumsmärkten des Unternehmens. Die Nachfragetrends unterschieden sich je nach Region und Anwendungsgebiet. Das unterstreicht den Wert des diversifizierten Geschäftsmodells und der globalen Präsenz von Merck.

Währungseffekte hatten einen signifikanten Einfluss auf den berichteten Umsatz und das Ergebnis auf Konzernebene. Das ist vor allem auf die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro sowie die Währungsentwicklung in wichtigen asiatischen Märkten zurückzuführen. Diese Effekte stimmen mit den Annahmen der Konzernprognose für das Gesamtjahr überein.

Life Science profitiert von positiver Entwicklung in innovationsgetriebenem Geschäft

Life Science startete stark ins Geschäftsjahr 2026 und wuchs organisch über den gesamten Bereich hinweg. Den größten Beitrag leistete Process Solutions. Dieses Ergebnis spiegelt die breite Aufstellung des Unternehmensbereichs – von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zu regulierten Anwendungen – sowie einen geschärften Fokus auf operative Effektivität wider. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Organisation durch ein neues Go‑to‑Market‑Modell noch stärker auf Kundenbedürfnisse und Kaufprozesse ausgerichtet. Dieses neue Modell umfasst drei spezialisierte Geschäftseinheiten: Process Solutions, Discovery Solutions und Advanced Solutions.

Die Umsatzerlöse von Life Science stiegen im Berichtsquartal um 2,2 % auf 2,3 Mrd. €. Dem starken organischen Wachstum von 8,3 % standen Währungseffekte von –6,0 % gegenüber. Das EBITDA pre betrug 649 Mio. €, ein Plus von 4,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das organische Wachstum von 7,4 % und Portfolioeffekte von 1,6 % übertrafen Währungseffekte von –4,8 %.

Die Geschäftseinheit Process Solutions mit ihren Lösungen für alle Schritte der Arzneimittelproduktion war im Berichtsquartal erneut der Wachstumstreiber. Die Umsatzerlöse legten organisch um 16,2 % auf über 1 Mrd. € zu. Getragen wurde das Wachstum vom starken Momentum in Downstream Processing und bei Single-Use-Lösungen. Hinzu kamen ein begrenzter Aufbau von Sicherheitsbeständen als Reaktion auf regionale Entwicklungen sowie Beiträge aus neuen Kundenprojekten. Die Auftragslage blieb über das gesamte Portfolio hinweg stark. Am 31. März 2026 schloss Life Science außerdem die Akquisition des Chromatographiegeschäfts von JSR Life Sciences ab. Diese Technologien tragen zur Produktivitätssteigerung und Skalierung biotechnologischer Herstellungsprozesse bei.

Discovery Solutions verzeichnete ein organisches Wachstum von 1,6 %. Die Geschäftseinheit bietet ein digital ausgerichtetes Produktportfolio mit biologischen und chemischen Lösungen für die Forschung und Arbeitsabläufe in frühen Entwicklungsphasen. Aufgrund negativer Währungseffekte gingen die Umsatzerlöse auf 692 Mio. € zurück. Die anhaltende Nachfrage von Kunden aus der akademischen Forschung sowie der Biotechnologie- und Pharmabranche trug zur positiven Geschäftsentwicklung von Discovery Solutions bei. Die Forschungsausgaben in diesem Umfeld steigen allmählich wieder.

Die Geschäftseinheit Advanced Solutions wuchs organisch um 4,0 %. Aufgrund von Währungseffekten und einem geringen Portfolioeffekt ging der Umsatz allerdings um insgesamt 2,7 % auf 563 Mio. € zurück. Die Geschäftseinheit bietet maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für Kunden mit individuellen Anforderungen in besonders betreuungsintensiven und regulierten Bereichen. Die Geschäftsentwicklung wurde über das Portfolio hinweg durch die Nachfrage nach zentralen Lösungen in qualitätskritischen Endmärkten wie Diagnostik, Analytik und der regulierten Produktion getragen. 

Life Science hat seine Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter erhöht und sein Portfolio um Lösungen ergänzt, die Forschungsprojekte und biopharmazeutische Produktion leistungsfähiger machen. Zu den jüngsten Markteinführungen zählen beispielsweise die digitalisierten Wasseraufbereitungssysteme der Reihe Milli-Q® CLX 8Series. Sie ermöglichen es klinischen Labors, eine Verfügbarkeit von 99,9 % für hochwertiges gereinigtes Wasser zu erreichen. Das FemtoQuest™-System erhöht die Nachweissensitivität bei Biomarkern um bis zu 1.000-mal im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. Millipore Express® Ace unterstützt eine effizientere und nachhaltigere Sterilfiltration und unterstreicht damit den Anspruch von Merck, umweltfreundlichere Alternativen auf den Markt zu bringen. All diese Innovationen unterstützen Kunden dabei, die Effizienz und Leistung in zentralen Forschungs- und Produktionsschritten zu verbessern.

Healthcare mit solider Leistung bei dynamischer Portfolio-Entwicklung

Umsatztreiber in Healthcare waren Therapien für seltene Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und endokrine Erkrankungen. Preis‑ und Lebenszykluseffekte wirkten sich weiterhin auf reifere Produktlinien aus. Der Unternehmensbereich erzielte im 1. Quartal 2026 Umsatzerlöse von 2,1 Mrd. € und ein EBITDA pre von 718 Mio. €. 

Insgesamt gingen die Umsätze organisch um 3,4 % zurück. Positive Portfolioeffekte trugen 4,4 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Dem standen Währungseffekte von –4,0 % gegenüber. Das EBITDA pre war 9,7 % niedriger als im Vorjahresquartal. Hauptursache waren Währungseffekte von –8,5 % sowie zusätzliche enthaltene Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme von SpringWorks Therapeutics Inc., USA, im Geschäftsjahr 2025.

Die Geschäftseinheit Seltene Erkrankungen trug wesentlich zum Ergebnis bei, was sich in dem Portfolioeffekt von 4,4 % zeigt. Die Umsätze umfassen hauptsächlich die zwei zugelassenen Therapien Ogsiveo® zur Behandlung von fortschreitenden Desmoidtumoren sowie Gomekli® für die Indikation Neurofibromatose Typ 1. Nach der Zulassung in China zur Behandlung von tenosynovialen Riesenzelltumoren (TGCT) verzeichnete Pimicotinib einen vielversprechenden Start und erzielte im 1. Quartal 2026 die ersten Umsätze.

Trotz einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahresquartal erzielte die Geschäftseinheit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie (CM&E) ein organisches Umsatzwachstum von 1,2 %. Hauptwachstumstreiber waren das Diabetesmedikament Glucophage®, das organisch um 6,3 % wuchs, sowie das Schilddrüsenpräparat Euthyrox® mit einem organischen Wachstum von 5,8 %.

In der Geschäftseinheit Fertilität erzielte Pergoveris®, das zur Stimulation der Follikelreifung bei Frauen indiziert ist, ein organisches Umsatzplus von 19,5 % über alle Regionen hinweg. Dieses Wachstum wurde vom organischen Umsatzrückgang bei Gonal-f®, einem follikelstimulierenden Hormon zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, überkompensiert. Die Ursache dafür sind fortbestehende Netto-Preiseffekte in den USA.

Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Onkologie blieben organisch 4,9 % hinter denen des Vorjahresquartals zurück. Erbitux® verzeichnete aufgrund des Wettbewerbs durch nicht vergleichbare Biologika in China einen organischen Umsatzrückgang von 3,3 %. Das Krebsmedikament wird zur Behandlung von metastasiertem Kolorektalkarzinom und Kopf-Hals-Tumoren eingesetzt. Bavencio®, eine Therapie für lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Urothelkarzinom, sah sich zunehmendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Der Umsatz ging organisch um 13,5 % zurück.

In der Geschäftseinheit Neurologie & Immunologie (N&I) verzeichnete Mavenclad® zur Behandlung schubförmiger Multipler Sklerose einen organischen Umsatzrückgang von 6,8 %. Ursache war die schwächere Nachfrage in Nordamerika nach dem Verlust der Marktexklusivität in den USA. Im Gegensatz dazu wuchsen die organischen Umsätze in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie in Lateinamerika weiterhin.

Healthcare konzentriert sich weiterhin darauf, seine Position bei seltenen Erkrankungen zu stärken, seine Pipeline durch interne wie externe Innovationen voranzutreiben und sein Portfolio für nachhaltiges, profitables Wachstum auszubauen. Zu den aktuellen Fortschritten zählt, dass im Rahmen des Phase-3-Programms ELOWEN der erste Patient die erste Medikamentendosis erhalten hat. Die zwei Studien ELOWEN-1 (NCT07332481) und ELOWEN-2 (NCT07355218) des Programms untersuchen Enpatoran bei an Lupus erkrankten Menschen mit aktiven Hautmanifestationen. Außerdem laufen Zulassungsanträge für Pimicotinib in den USA und Europa. Für Pergoveris® beantragt Merck die Prüfung im Rahmen des „Commissioner's National Priority Voucher“-Programms der US-Arzneimittelbehörde FDA.

Electronics profitiert von strukturellen Trends in der Halbleiterindustrie

Electronics verzeichnete im 1. Quartal 2026 eine weiterhin solide Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerlöse betrugen 817 Mio. €, das EBITDA pre 282 Mio. €. Modernste Halbleiteranwendungen, einschließlich Materialien für KI-Hardware und High-Performance-Computing, trieben die Nachfrage an.

Organisch legten die Umsatzerlöse um 4,2 % zu. Aufgrund von Portfolioeffekten von –10,6 % sowie Währungseffekten von –7,5 % blieb der berichtete Umsatz hinter dem des Vorjahresquartals zurück. Das EBITDA pre wuchs organisch um 30,1 %. Das starke Wachstum ist auf Einmaleffekte zurückzuführen: eine Kostenerstattung für Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Streitfall wegen einer nicht die Qualität betreffenden Fehlkennzeichnung durch einen Lieferanten sowie der Verkauf von OLED‑Patenten an die Universal Display Corporation, USA. Währungseffekte hatten einen Einfluss von –9,2 % und Portfolioeffekte von –5,4 %.

Semiconductor Solutions erzielte ein starkes organisches Umsatzwachstum von 7,5 %. Dennoch gab der Umsatz aufgrund der Währungseffekte von –9,1 % leicht auf 640 Mio. € nach. Das Geschäft Semiconductor Materials wuchs aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach hochwertigen Materialien für KI-Chip-Systeme und sogenannten Advanced Nodes im niedrigen Zehner-Prozentbereich. Unter Advanced Nodes versteht man die neuesten Halbleiterfertigungsprozesse, die kleinere Strukturgrößen und leistungsstärkere Chips ermöglichen. Das Geschäft Delivery Systems & Services (DS&S) ging gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, stabilisierte sich jedoch sequenziell.

Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Optronics beliefen sich auf 177 Mio. €. Das Geschäft Metrology & Inspection mit seinem Angebot an Mess- und Prüfgeräten für die Herstellung von Halbleitern und optoelektronischen Komponenten erzielte ein organisches Umsatzplus im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Die Geschäfte mit Flüssigkristallen, Fotolacken für Displayanwendungen sowie OLED-Materialien verzeichneten aufgrund einer schwächeren Nachfrage organisch rückläufige Umsatzerlöse.

Merck bietet eines der breitesten Portfolios an Materialien und materialbezogenen Geräten und Anlagen für die Halbleiterindustrie. Mit seinem System-Know-how treibt der Unternehmensbereich Electronics die Konvergenz von Optik und Halbleitertechnik voran, um die Anforderungen von Technologien der nächsten Generation für fortschrittliche Chipsysteme zu erfüllen. Diese sind entscheidend für hochpräzise Wafer-Messungen: Sie ermöglichen Prozesskontrolle und Fehlererkennung, steigern den Ertrag in der Fertigung und verkürzen die Zeit bis zur Markteinführung. Die integrierten Halbleiter-Lösungen von Merck ermöglichen schnellere, intelligentere und energieeffizientere Geräte.

Positionierung für sich wandelnde Märkte und künftige Wachstumschancen

Vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktumfelds schärft Merck seine strategische Ausrichtung, um die Resilienz zu stärken und künftige Wachstumschancen zu nutzen. Aufbauend auf seinen etablierten Positionen in attraktiven Märkten und entlang der Wertschöpfungskette richtet das Unternehmen sein Portfolio, seine Innovationsprioritäten und sein Betriebsmodell weiterhin auf die Bereiche mit dem höchsten langfristigen Wertschöpfungspotenzial aus. Dazu gehören die weitere Entwicklung differenzierter, wachstumsstarker Geschäfte sowie ein stärkerer Fokus auf integrierte Lösungen entlang der Kundenprozesse. Ebenso umfasst dies den verstärkten Einsatz plattformbasierter Fähigkeiten und von KI, um Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Umsetzungsstärke im gesamten Unternehmen zu verbessern, sowie einen disziplinierten Ansatz für externe Innovation durch Partnerschaften, Einlizenzierungen und selektive Akquisitionen. Mit diesem Ansatz will Merck seine Wettbewerbsposition weiter stärken und zugleich die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum über die Zeit ausbauen. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen seinen mittelfristigen Ausblick, während die heute dargestellten mehrjährigen Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden sollen und die Basis für weiteres langfristiges Wachstum bei gleichzeitig attraktiven Margen stärken sollen.

Kai Beckmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Group CEO von Merck, sagte: „Merck agiert aus einer Position der Stärke heraus und baut dabei auf mehr als 350 Jahren wissenschaftsgetriebener Innovation auf. Unsere einzigartige Expertise in Biologie, Chemie und Physik versetzt uns in die Lage, bei der Übersetzung von der digitalen in die reale Welt eine führende Rolle zu übernehmen. Vom Labor bis zu unseren Kunden und Patienten sind wir entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette aktiv. Unsere strategische Ausrichtung zielt darauf ab, den Fokus in unserem diversifizierten Portfolio zu schärfen, die Innovationskraft des Unternehmens zu stärken und die Skalierbarkeit unseres Betriebsmodells zu erhöhen. Dies wird uns in die Lage versetzen, auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren, Umsetzungsgeschwindigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit zu steigern sowie langfristig Wachstum und nachhaltige Wertschöpfung voranzutreiben.“

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung des Merck-Konzerns im Berichtsquartal und der gegenwärtigen Marktsituation hat Merck die Zielspanne seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 20,4 Mrd. € und 21,4 Mrd. € sowie ein EBITDA pre zwischen 5,7 Mrd. € und 6,1 Mrd. €. Diese Anpassung spiegelt hauptsächlich Annahmen über ein stärkeres Momentum in Life Science und die Widerstandskraft von Healthcare in einem herausfordernden Umfeld wider. Dieser Prognose unterliegt die Annahme, dass in den USA ab Mai 2026 (vorheriger Ausblick: März 2026) aufgrund des Generikawettbewerbs keine Umsätze mit Mavenclad mehr erzielt werden. Darüber hinaus berücksichtigt sie keine positiven Effekte aus einer möglichen US‑Marktzulassung von Pergoveris.

Aus dieser Anpassung ergibt sich eine Spanne für das organische Wachstum des Konzernumsatzes von 0 % bis +3 %. Für das EBITDA pre wird ein organisches Wachstum von –2 % bis +2 % erwartet. Merck geht davon aus, dass Wechselkurseffekte einen Einfluss zwischen –3 % und –1 % auf den Umsatz haben werden. Beim EBITDA pre beträgt diese Spanne –5 % bis –2 %. Daraus ergibt sich ein EPS pre zwischen 7,50 € und 8,20 €. 

Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen seine bisherige mittelfristige Prognose. Merck strebt ein jährliches organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Bei der EBITDA-pre-Marge sieht das Unternehmen ein Steigerungspotenzial auf ca. 30 %, während die heute dargelegten mehrjährigen Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden sollen und die Grundlage für höheres langfristiges Wachstum bei gleichzeitig attraktiven Margen stärken sollen.

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