IBU-tec baut LFP-Produktion ohne chinesische Technologie auf
Neue Anlage für 15.000 Tonnen europäisches Batteriematerial mit deutlich besserem CO2-Fußabdruck als chinesische Verfahren
Anzeigen
Die IBU-tec advanced materials AG hat mit dem Richtfest für den neuen Sprühturm am Standort Bitterfeld-Wolfen einen bedeutsamen Zwischenschritt beim Aufbau einer großvolumigen Produktion von europäischem LFP-Batteriematerial absolviert. Der Sprühturm ist ein zentraler Bestandteil für die hochmoderne LFP-Produktionsanlage, die ab 2028 in Betrieb genommen wird. Mit einer Kapazität von 15.000 Tonnen zur Produktion von europäischem LFP-Kathodenmaterial wird die Anlage die erste dieser Art in Europa und damit wichtiger Teil beim Aufbau einer europäischen Batteriewertschöpfungskette sein. Die neue LFP-Anlage basiert auf einem von IBU-tec entwickelten Produktionsprozess, der ohne chinesische Technologie auskommt und gezielt auf den europäischen Markt ausgerichtet ist. Das so produzierte Batteriematerial zeichnet sich z. B. durch einen deutlich verbesserten CO2-Fußabdruck aus, da die Technologie im Vergleich zu konventionellen Verfahren aus China nur rund halb so viel Energie verbraucht.
Im Rahmen eines Joint Development Agreements („JDA“) und einem darauf aufbauenden zusätzlichen langfristigen Liefervertrag mit der PowerCo SE soll auf der Anlage LFP-Kathodenmaterial im industriellen Maßstab hergestellt werden. PowerCo hat sich die daraus resultierende komplette Produktionsmenge für einen Zeitraum von zehn Jahren gesichert. In der Übergangsphase soll beginnend ab diesem Jahr bis 2028 LFP-Kathodenmaterial auf bestehenden Anlagen am IBU-tec Hauptsitz in Weimar hergestellt werden. Durch die PowerCo-Verträge erwartet IBU-tec im Dreijahres-Zeitraum nach Produktionsbeginn Umsätze im insgesamt mittleren zweistelligen Mio.-Euro-Bereich aus der Produktion in Weimar und nicht-umsatzwirksame Meilensteinzahlungen aus dem JDA im ebenfalls insgesamt mittleren zweistelligen Mio.-Euro-Bereich.
Weitere Schritte zum Aufbau der neuen Produktion in Bitterfeld-Wolfen sind u. a. ab Mitte des laufenden Jahres der Aufbau weiterer Infrastruktur für die LFP-Produktionsanlage – wie z. B. der Bau einer Logistikhalle – und die geplante Inbetriebnahme des Sprühturms im vierten Quartal 2026.
In feierlicher Atmosphäre nahmen am Richtfest in Bitterfeld-Wolfen hochkarätige Persönlichkeiten aus Politik und der Industrie teil, darunter der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze.
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt: „Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation ist es wichtiger denn je, ein klares Zeichen für industrielle Souveränität und technologische Zukunftsfähigkeit in Europa zu setzen. Batteriematerialien sind ein Schlüssel für die Energiewende und die Transformation der Automobilindustrie. Umso erfreulicher ist es, mit IBU-tec ein starkes Unternehmen in Sachsen-Anhalt zu haben, das im Zukunftsmarkt der Batterietechnologie stark positioniert ist und eine unabhängige, europäische Wertschöpfungskette für Batteriematerial hier in Bitterfeld etabliert.“
Jörg Leinenbach, CEO von IBU-tec: „Wir sind heute unserem Ziel, Europas Battery Powerhouse zu werden, ein großes Stück nähergekommen. Mit der neuen Produktionsanlage schaffen wir die Grundlage, um LFP-Kathodenmaterial erstmals in industriellem Maßstab in Europa herzustellen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der europäischen Batteriewertschöpfungskette und zur Versorgung unserer Kunden mit leistungsfähigen und nachhaltigeren Materialien.“
Weitere News aus dem Ressort Wirtschaft & Finanzen
Meistgelesene News
Weitere News von unseren anderen Portalen
Verwandte Inhalte finden Sie in den Themenwelten
Themenwelt Batterietechnik
Die Themenwelt Batterietechnik bündelt relevantes Wissen in einzigartiger Weise. Hier finden Sie alles über Anbieter und deren Produkte, Webinare, Whitepaper, Kataloge und Broschüren.
Themenwelt Batterietechnik
Die Themenwelt Batterietechnik bündelt relevantes Wissen in einzigartiger Weise. Hier finden Sie alles über Anbieter und deren Produkte, Webinare, Whitepaper, Kataloge und Broschüren.