Chemikalie lässt Melonen auf chinesischen Feldern explodieren
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In der Provinz Jiangsu im Osten Chinas platzen reihenweise Wassermelonen auf den Äckern der Landwirte. Als Ursache wird der Einsatz der Chemikalie Forchlorfenuron (1-(2-Chlor-4-pyridyl)-3-phenylharnstoff) genannt, die in Pflanzenschutzmitteln verwendet wird und die Früchte schneller wachsen lässt. Die Bauern sollen den Wachstumsbeschleuniger unsachgemäß angewendet und somit ihre Ernte mit der Chemikalie ruiniert haben. Aufgrund hoher Preise, die im letzten Jahr für Wassermelonen erzielt wurden, sollen viele Landwirte neu in den Markt eingestiegen sein.
In der „Schwarzen Liste der Pestizide II“ (2010) von Greenpeace, die besonders gesundheits- und umweltgefährdende Pflanzenschutzmittel aufführt und bewertet, ist Forchlorfenuron gegenüber 2008 nicht mehr gelistet. Sie ist in der „Grauen Liste“ verzeichnet, die Pestizide beinhaltet, die nach gegenwärtig öffentlich verfügbaren Datenbanken keine besonders gefährlichen Eigenschaften aufweisen.