Bayer verkauft Rhein Chemie an Advent International

04.10.2002

Leverkusen, 4.10.2002 - Die Bayer AG verkauft ihre Tochtergesellschaft Rhein Chemie Rheinau GmbH mit Sitz in Mannheim zum Preis von 215 Millionen Euro einschließlich Schulden an eine von Advent International Corporation, Boston, beratene Finanzinvestorengruppe. Die Transaktion umfasst auch das 100-prozentige Tochterunternehmen iSL-Chemie GmbH & Co. KG in Kürten sowie die Rhein-Chemie-Beteiligungen in den USA, Japan und eine 90-prozentige Joint-Venture-Beteiligung des Unternehmens in China. Der Verkauf soll - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden - Anfang November vollzogen werden. "Mit dem neuen Eigentümer hat die Rhein Chemie hervorragende Perspektiven, ihre gute Marktposition weiter auszubauen", erläuterte Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. Zur Fokussierung auf die Kerngeschäfte hatte Bayer im Dezember 2001 angekündigt, sich von der Rhein Chemie und weiteren Tochterunternehmen trennen zu wollen. Erst vor wenigen Tagen wurde der Verkauf der Tochtergesellschaft Haarmann & Reimer (Holzminden) an den Finanzinvestor EQT abgeschlossen.

Die Rhein Chemie wurde 1889 gegründet und gehörte seit 1971 zur Bayer AG. Als Spezialitäten-Lieferant für die Gummi-, Schmierstoff- und Kunststoffindustrie ist sie international erfolgreich. Mit 1.100 Mitarbeitern im In- und Ausland, davon 550 in Mannheim, erzielte das Unternehmen im Jahr 2001 weltweit einen Umsatz von ca. 320 Millionen Euro. Produktionsstätten befinden sich unter anderem in Deutschland, USA, China und Japan.

Advent International Corporation verfügt mit weltweit mehr als 50 Investitionen im Chemie-/Pharma-Bereich über umfangreiche Erfahrungen in diesem Sektor. Zu den Investments in europäische Unternehmen zählen Vinnolit in Deutschland, Materis in Frankreich und Pemco in Belgien.

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