Chemie-Nobelpreis an Forscher aus Schweiz, Japan und USA

10.10.2002

Stockholm (dpa) - Der Chemie-Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Amerikaner John Fenn, den Japaner Koichi Tanaka und den Schweizer Kurt Wüthrich. Sie erhalten die Auszeichnung für revolutionierende Analysemethoden von Biomolekülen. Das teilte die Königlich- Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Das gebe die Möglichkeit Proteine nachzuweisen, zu analysieren und dreidimensional darzustellen. Ihre Entwicklung habe «das Verständnis der Lebensprozesse erweitert».

Fenn und Tanaka hatten Methoden zur massenspektrometrischen Analyse von Biomolekülen entwickelt. Wüthrich hat die Kernspinresonanzspektroskopie für Proteine nutzbar gemacht.

Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr insgesamt mit umgerechnet 1,1 Millionen Mark (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Die Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833 - 1896), überreicht.

Im vergangenem Jahr hatten zwei US-Forscher und ein Japaner die Auszeichnung erhalten. Sie hatten grundlegende Arbeiten zur Herstellung von Medikamenten wie Antibiotika oder Herzmitteln geleistet. William S. Knowles (USA), Ryoji Noyori (Japan) und Barry Sharpless (USA) war es gelungen, bei chemischen Reaktionen mit zwei spiegelbildlichen Endprodukten gezielt eine dieser beiden Formen entstehen zu lassen.

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