GlaxoSmithKline will Bayer-Pharmageschäft übernehmen
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LONDON/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will nach einem Zeitungsbericht das Pharmageschäft der Bayer AG übernehmen. Es gebe bereits ernsthafte Gespräche zwischen beiden Unternehmen, berichtete der "Independent" (Sonntagsausgabe) unter Berufung auf GSK nahe stehende Quellen. Als Kaufpreis nennt die Zeitung einen Summe von etwa acht Milliarden Euro. Beide Konzerne arbeiten bereits bei der Vermarktung neuer Medikamente zusammen, zu denen auch das Potenzmittel "Levitra" gehört, das 2003 auf den Markt kommen soll. Als zweiten möglichen Bieter nennt der "Independent" den Schweizer Konzern Roche.
Das Interesse von Glaxo stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit dem von Bayer-Chef Werner Wenning in der Vorwoche verkündeten Kurswechsel, wonach Bayer bei der Suche nach einem starken Partner für sein Pharmageschäft bereit ist, auf eine Mehrheit zu verzichten. "Eine Partnerschaft, in der Bayer die Mehrheit hält und die gleichzeitig unserem Geschäft weiterhilft, ist nicht mehr realistisch", hatte Wenning betont.
GLAXO HAT WELTMARKTANTEIL VON 7%
Glaxo hält nach eigenen Angaben etwa sieben Prozent am Weltmarkt für pharmazeutische Produkte. 2001 lag der Umsatz des Konzerns bei 20,5 Milliarden Pfund (32,4 Mrd Euro) bei einem Vorsteuerergebnis von 6,2 Milliarden Pfund. Der Löwenanteil am Umsatz entfiel mit 17,2 Milliarden Pfund auf den Pharmabereich. Insgesamt beschäftigt der Konzern mehr als 100.000 Mitarbeiter weltweit. Davon arbeiten mehr als 40.000 im Verkauf und Marketing.
Bayer erwartet in diesem Jahr unter Berücksichtigung von Unternehmensverkäufen einen höheren Konzerngewinn als im Vorjahr, als der Reingewinn bei 965 Millionen Euro lag. Bis 2005 will das Unternehmen etwa 15.000 Stellen sozialverträglich abbauen. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende September 123.500 Menschen.
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