Quartalsgewinn bei DSM auf 68 Millionen Euro gesunken
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Amsterdam (dpa) - Der niederländische Chemie- und Life-Science- Konzern DSM hat im zweiten Quartal einen heftigen Gewinneinbruch erlitten und rechnet nicht mehr damit, das Vorjahresergebnis zu erreichen. Wie das Unternehmen am Freitag in Amsterdam mitteilte, ging der Gewinn unter dem Strich von 959 auf 68 Millionen Euro zurück. Im vorigen Jahr hatte der Verkauf der Petrochemieabteilung noch einen Buchgewinn von 840 Millionen Euro gebracht. Es soll wieder eine Abschlagsdividende von 0,58 Euro (wie im Vorjahr) gezahlt werden.
Der Betriebsgewinn im zweiten Quartal lag mit 85 Millionen Euro um 17 Prozent unter dem Vorjahresstand. Im dritten Quartal des laufenden Jahres werde der Betriebsgewinn noch erheblich weiter zurückfallen, kündigte DSM an. Im vierten Quartal soll allerdings eine deutliche Verbesserung eintreten. Der Halbjahresgewinn fiel auf 141 Millionen Euro von 1,03 Milliarden im Vorjahr.
Der Quartalsumsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro, im fortgeführten Geschäft habe der Rückgang allerdings nur fünf Prozent betragen, teilte DSM weiter mit. In den ersten sechs Monaten fielen die Erlöse um 26 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Berücksichtigt man nur das fortgeführte Geschäft, habe es dagegen ein Plus von einem Prozent gegeben, hieß es.
Der Konzern teilte mit, dass nach dem angekündigten Abbau von 100 Stellen weitere 500 gestrichen werden sollen, um Kosten einzusparen. Dazu wird zumindest vorübergehend ein Teil der Produktionskapazität stillgelegt. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben innerhalb von zwei Jahren so eine jährliche Ersparnis beim Betriebsgewinn von mindestens 75 Millionen Euro erreichen. Die Zahl der Beschäftigten ist im zweiten Quartal um 170 auf 19 050 gesunken.
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