Siemens übernimmt schwedischen Anbieter der Laserspektrometrie AltOptronic
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02.05.2001 Siemens Automation & Drives (A&D) setzt seine Aktivitäten zur Verstärkung in der Prozessindustrie weiter fort. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die Übernahme von Aktivitäten des schwedischen Unternehmens AltOptronic mit Sitz in Göteborg, wie Siemens A&D bekannt gab. AltOptronic war ein führender Anbieter von Systemen der Laserspektrometrie mit Anwendungsschwerpunkt insbesondere bei Verbrennungsprozessen, in der Umwelttechnologie und der Metallurgie. Die Akquisition ist Bestandteil der Siemens-Wachstumsstrategie in der Prozessanalytik. Mitte 1999 hat A&D bereits den US-amerikanischen Gaschromatographen-Hersteller Applied Automation erworben. AltOptronic mit Sitz in Göteborg, Schweden, arbeitet seit 1996 auf den Gebieten der laserdiodenbasierten Spektrometrieverfahren und den faseroptischen Sensoren. Das Verfahren der Laserspektrometrie zeichnet sich durch in-situ-Fähigkeit und hohe Messgenauigkeit für Einzelgase im sub -ppm Bereich aus. Neben den seit Jahren bewährten extraktiven Analysesystemen, bei dem zur Analyse ein Teilstrom aus dem Prozess entnommen wird, arbeitet die in-situ Analyse direkt im Prozess. Die Verwendung von Faseroptik bedeutet, dass die eigentliche Messtechnik außerhalb vom Prozess in sauberer und sicherer Umgebung installiert werden kann, was sich positiv auf die Wartungskosten auswirkt. Das Verfahren der Spektrometrie mittels Halbleiterlaser liefert hochpräzise Analysen von Gaskonzentrationen auch unter sehr ungünstigen Bedingungen wie hohe Staubbelastungen, Vorhandensein von Fremdgasen sowie Temperaturen über 1500 Grad Celsius. Echtzeit-Konzentrationsmessungen mit der damit verbundenen Möglichkeit einer unmittelbaren Prozessregelung sind eine Domäne der Laser-Spektrometrie. Typische Anwendungen dieses Verfahrens sind die Überwachung von Verbrennungsprozessen, die Messung von Nox-Konzentrationen im Umweltschutz, Überwachung von Diesel-Rauchgas-Katalysatoren sowie die Filteroptimierung. Die Systeme befinden sich derzeit weltweit im Einsatz, davon 20 Prozent in den USA.