"Vater der Pille" erhält Bundesverdienstkreuz
Staatssekretär Rainer Baake überreicht dem Chemiker Carl Djerassi Bundesverdienstkreuz
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Staatssekretär Rainer Baake überreichte heute Professor Carl Djerassi das Grosse Bundesverdienstkreuz, das Bundespräsident Johannes Rau dem Wissenschaftler und Schriftsteller für sein Lebenswerk verliehen hat. "Carl Djerassis Verdienste sind vielfältig. Vor allem aber zeichnet ihn aus, dass er sich stets auch mit den gesellschaftlichen Folgen seiner Forschung auseinandergesetzt hat", würdigte Baake den 80jährigen Chemiker.
Berühmt wurde der gebürtige Wiener 1951 als "Vater der Pille". Er schaffte die Grundlage für die Entwicklung der Anti-Baby-Pille, weil es ihm gelang, das Schwangerschaftshormon Gestagen künstlich herzustellen. Ebenso zählen die Synthetisierung des Hormons Kortison sowie entscheidende Entdeckungen in der Stoffwechselforschung zu seinen Erfolgen. Bislang legte Djerassi mehr als 1.200 wissenschaftliche Publikationen vor und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 19 Ehrendoktorate. Das Bundesumweltministerium konnte den gefragten Redner als Hauptreferent und Moderator für das Internationale Forum für Chemikaliensicherheit im November 2003 in Bangkok gewinnen.
Als erfolgreicher Autor von Büchern und Theaterstücken entwickelte Djerassi vor rund 20 Jahren das Genre des "Science in Fiction" (Wissenschaft in Roman). Mit seiner realistischen Prosa über die menschlichen Seiten von Wissenschaftlern schlug er die Brücke zwischen Laien- und Wissenschaftswelt. Zu seinen Werken zählen die vierbändige Romanreihe "Cantors Dilemma", "Das Boubaki Gambit", "Menachems Same" und "No" sowie seine Autobiografie "Die Mutter der Pille".
Als Kunstsammler besitzt Djerassi die bedeutendste Sammlung der Werke Paul Klees. Ein Grossteil der mehr als 120 Werke umfassenden Sammlung ist im Museum of Modern Art von San Francisco ausgestellt. 1982 gründete Djerassi seine Stiftung "Djerassi Resident Artists Program", die jungen Künstlern kostenfrei Wohn- und Atelierräume zur Verfügung stellt. Bereits 1.300 Künstler - darunter viele deutsche - profitierten von diesem Programm.
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