LANXESS-Chef: Spanien hat derzeit bessere Karten als Standort Dormagen
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(dpa-AFX) Bei der anstehenden Entscheidung über die Schließung eines LANXESS-Werks hat der spanische Standort Tarragona derzeit bessere Karten als die Produktionsstätte in Dormagen. "Im Augenblick hat Tarragona deutlich die Nase vorn", sagte der Vorstandschef der ehemaligen Bayer-Tochter, Axel Heitmann, der "Welt am Sonntag" (WamS).
Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich hätte die dortige Anlage zu bieten. "Die Mannschaft in Spanien ist hoch motiviert", beschrieb der Chef den Standortvorteil. LANXESS will eine der beiden Produktionsstätten schließen. Offen ist bislang noch, welchen Standort es trifft. Die Entscheidung soll nach früheren Angaben im zweiten Quartal, möglichst im Mai, fallen.
Unter dem Namen LANXESS firmieren die Teile des Bayer-Konzerns, die als Massenchemie gelten und in einzelnen Bereichen seit Jahrzehnten rote Zahlen schreiben. Mit einem Umsatz von 6,8 Milliarden Euro rangiert LANXESS in Deutschland an dritter, in Europa an sechster Stelle, mit einem Gewinn von knapp 450 Millionen Euro überall als Schlusslicht. "LANXESS ist das am wenigsten profitable Unternehmen in der europäischen Chemieindustrie", fasst Heitmann zusammen. Die Verschuldung liegt bei 1,5 Milliarden Euro.
Der Vorstandschef will nun mit Kostensenkung, Arbeitsplatzabbau und Kooperationen das Überleben sichern. Bis zu 1.200 Arbeitsplätze will er abbauen, um die Produktion rentabler und damit wettbewerbsfähig zu machen. Alte Anlagen will er stilllegen, neue besser auslasten. "Wir können uns den Substanzverzehr durch Bereiche, die beständig rote Zahlen schreiben, nicht mehr leisten", sagt Heitmann. In Dormagen wird über 400 Arbeitsplätze verhandelt. Dort stellt LANXESS ein Kunststoff-Vorprodukt her.
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