E-Kerosin-Projekt startet in Schwedt mit 494 Millionen Euro Investition

Nachhaltige Flugtreibstoffe aus biogenem CO2 und grünem Wasserstoff

02.02.2026
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Symbolbild

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat mitgeteilt, dass das Projekt Concrete Chemicals am Standort des Industrieparks PCK in Schwedt umgesetzt werden soll. Concrete Chemicals ist ein Projekt zur Herstellung von E-Kerosin (nachhaltige Flugtreibstoffe), das von den Unternehmen ENERTRAG und Zaffra getragen wird. Dabei wird aus abgeschiedenem biogenem CO2 und grünem Wasserstoff, der aus der Elektrolyse verstromter Windkraft gewonnen wird, zunächst ein Synthesegas produziert. Dieses Synthesegas wird mittels Fischer-Tropsch-Verfahren in synthetische grüne Kohlenwasserstoffe umgewandelt, die zentraler Bestandteil von E-Kerosin sind.

Concrete Chemicals wurde als Wasserstoffprojekt im Rahmen der „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) ausgewählt und im Dezember 2024 durch die Europäische Kommission genehmigt. Die dafür nötige Investition in Höhe von 494 Mio. Euro wird vom Bund mit 245 Mio. Euro und vom Land Brandenburg mit 104 Mio. Euro gefördert.

Dazu erklärt Daniel Keller, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg: „Für Brandenburg gibt es heute zwei gute Nachrichten: Erstens kann das wichtige Wasserstoffprojekt Concrete Chemicals nun starten. Damit fördern wir die industrielle Produktion von synthetischen Flugkraftstoffen und einen klimaschonenden Flugverkehr. Brandenburg bleibt so ein Vorreiter der Energiewende. Zugleich zeigen ENERTRAG und Zaffra, welches industrielle Potential in der Wasserstoffwirtschaft liegt. Zweitens kann sich hier für die PCK-Raffinerie ein Tor in die Zukunft öffnen. Denn der neue Standort im Industriepark PCK in Schwedt bietet alle Möglichkeiten, um eine industrielle Erfolgsgeschichte für die Projektpartner und für die PCK-Raffinerie zu schreiben. Hier kommen Technik, Produktionsanlage, Erfahrung und Transportwege zusammen. Der Standort erlaubt zudem den Anschluss an das geplante nationale Wasserstoffkernnetz sowie bei entsprechendem Bedarf eine Vergrößerung der Produktion. Möglich wurde diese Standortentscheidung aber nur, weil sich das Land Brandenburg, der Landkreis Uckermark und die Stadt Schwedt (Oder) so intensiv für die Bereitstellung der Flächen eingesetzt haben, die sich im Besitz der unter Treuhandverwaltung stehenden PCK befinden.“

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