Chemiefasern ersetzen zunehmend Baumwolle

25.07.2005
Baumwolle wird in der deutschen Textilproduktion zunehmend durch Chemiefasern ersetzt. Deren Anteil sei in den vergangenen zehn Jahren von 70 Prozent auf 85 Prozent gestiegen, teilte der Gesamtverband Textil + Mode in einer aktuellen Datensammlung mit. Der Siegeszug der Chemiefasern gehe vor allem zu Lasten der Baumwolle, deren Anteil in der deutschen Textilproduktion zwischen 1994 und 2004 von über 20 Prozent auf 9 Prozent gefallen sei. Wolle habe sich mit ihren Anteil von sechs Prozent behauptet. Der gesamte Faserbedarf der deutschen Textilindustrie sei mit rund 800 000 Tonnen pro Jahr seit 1994 nahezu unverändert geblieben. Rund 30 Prozent der Textilien werden für Bekleidung hergestellt. Weitere 30 Prozent werden für den Haus- und Heimbedarf benötigt wie Teppiche, Tischdecken und Gardinen. Der mit 40 Prozent größte Anteil an der Textilproduktion sei für den Technikbereich bestimmt. Der reiche von Gerüst- und Regenplanen bis zu Airbag und Sicherheitsgurten im Auto. Zum Siegeszug der Kunstfasern hätten gestiegene Anforderungen beigetragen. Das gelte gerade für die Technischen Textilien, die besonders formbeständig, belastbar, bruchsicher, hitzebeständig, schmutzabweisend oder atmungsaktiv sein müssten. Aber auch im Modebereich seien die Ansprüche der Verbraucher gestiegen. Die Bekleidung solle zumeist pflegeleicht und atmungsaktiv sein.

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