Bayer-Konzernvorstand genehmigt Investitionspaket von Bayer MaterialScience: Meilenstein für die Zukunftssicherung

700 Millionen Euro Gesamtvolumen bis zum Jahr 2008

02.03.2006

Der Vorstand der Bayer AG hat ein Investitionspaket mit einem Gesamtvolumen von 700 Millionen Euro genehmigt, mit dem die Bayer MaterialScience AG ihre Kapazitäten für wichtige Schlüsselprodukte erweitern will. In der Summe enthalten sind neben zwei Großprojekten am Standort Caojing bei Shanghai auch eine Produktionserweiterung in den USA sowie der Umbau der künftigen Konzernzentrale von Bayer MaterialScience in Leverkusen. "Die positive Entscheidung des Konzern-Vorstands gibt uns grünes Licht für die zügige und planmäßige Umsetzung sehr wichtiger Investitionsprojekte bis zum Jahr 2008", sagt Dr. Hagen Noerenberg, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience. "Alle darin enthaltenen Maßnahmen dienen der langfristigen Zukunftssicherung unseres Unternehmens."

Das größte Projekt in dem umfangreichen Paket ist die Errichtung einer World-Scale-Produktionsanlage für Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) in Caojing bei Shanghai mit einer Kapazität von 350.000 Jahrestonnen, die planmäßig im Jahr 2008 in Betrieb gehen soll. MDI ist ein Basisrohstoff für die Herstellung von Polyurethan-Dämmmaterialie.

Ebenfalls genehmigt wurde die Erweiterung der zurzeit im Bau befindlichen Polycarbonatanlage in Caojing auf eine Jahreskapazität von insgesamt 200.000 Tonnen. Die erste Stufe mit einer Kapazität von 100.000 Jahrestonnen soll ab Mitte dieses Jahres zur Verfügung stehen, die zweite Stufe mit weiteren 100.000 Jahrestonnen soll bereits Ende 2007 fertig gestellt werden.

Die MDI- und Polycarbonat-Projekte gehören zu einem größeren Investitionsprogramm in Caojing, das in Teilen bereits umgesetzt wurde. Insgesamt plant Bayer am integrierten Standort Caojing bis zum Jahr 2009 Aufwendungen von 1,8 Milliarden US-Dollar.

In den jetzt genehmigten Investitionen ist auch ein Ausbau der Chlor-Produktion am Bayer-MaterialScience-Standort Baytown, Texas, enthalten. Vorgesehen ist, die derzeitige Kapazität von 300.000 auf insgesamt 500.000 Jahrestonnen zu erweitern.

Außerdem ist in der Investitionssumme die Finanzierung von Umbaumaßnahmen im Bayer Chemiepark Leverkusen enthalten. Bayer MaterialScience wird dort voraussichtlich Ende 2006 bzw. Anfang 2007 seine neue Konzernzentrale beziehen. Zu diesem Zweck werden zurzeit zwei Gebäude umgestaltet mit dem Ziel, für die Mitarbeiter ein offenes, kommunikatives und motivierendes Umfeld zu schaffen, mit modernen Büros und kurzen Wegen zwischen den Abteilungen. Bei der Neuausstattung kommen auch verschiedene Produkte von Bayer MaterialScience zum Einsatz.

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