Leitfaden zur Karl Fischer-Titration. Teil 1

Grundlagen

Einführung in die Karl Fischer-Titration. In dieser Broschüre werden die chemische Reaktion und die beiden wichtigsten Messtechniken erläutert: Volumetrie und Coulometrie. Sie enthält außerdem einen kurzen, historischen Überblick über die Entwicklung des Karl Fischer-Verfahrens.

Die Karl Fischer-Methode zur Bestimmung des Wassergehalts ist eine der am häufigsten verwendeten Titrationsmethoden. Sie wurde 1935 durch den deutschen Petrochemiker Karl Fischer veröffentlicht und hat sich für eine große Bandbreite von Anwendungen und Proben durchgesetzt.

Die Bestimmung des Wassergehalts nach Karl Fischer wird heutzutage mittels zweier unterschiedlicher Methoden durchgeführt:

Bei der volumetrischen Karl Fischer-Titration wird mittels einer motorgetriebenen Kolbenbürette eine jodhaltige Lösung hinzugefügt. Bei der coulometrischen Karl Fischer-Analyse wird in der Zelle durch elektrochemische Oxidation Jod erzeugt. Die Auswahl der entsprechenden Titrationsmethode basiert auf dem geschätzten Wassergehalt in der Probe:

Volumetrische Karl Fischer-Titration
Während der Titration wird mittels einer Bürette Jod hinzugefügt. Geeignet für Proben, in denen Wasser ein wesentlicher Bestandteil ist: 100 ppm bis 100 %

Coulometrische Karl Fischer-Analyse
Jod wird während der Titration elektrochemisch erzeugt. Geeignet für Proben, in denen Wasser im Spurenbereich vorhanden ist: 1 ppm bis 5 %

Fakten, Hintergründe, Dossiers
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