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Induktionsheizung



Eine Induktionsheizung dient der Erwärmung eines (Metall)Körpers durch magnetische Induktion.

Durch eine Spule, die mit Wechselstrom beaufschlagt wird, wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, das in einem elektrisch leitenden Körper einen Wirbelstrom induziert. Dieser im Körper induzierte Strom verursacht wegen des elektrischen Widerstandes eine Erwärmung des Körpers an den Stellen des Stromflusses.

Dadurch ergeben sich mehr oder weniger nützliche Erwärmungseffekte:

  • Der Metallkörper kann durch Formung des Induktors bzw. der genutzten Frequenz (Eindringtiefe) gezielt an bestimmten Stellen erwärmt werden.
  • Die Wärme entsteht sofort und unmittelbar im Körper selbst, bzw. in dessen Innerem, muss also nicht durch Wärmeleitung dorthin geleitet werden.
  • Nichtleitende Materialien werden nicht erwärmt.
  • Magnetisch schlecht leitende Materialien (Aluminium, Kupfer) lassen sich wegen ihrer geringen magnetischen Permeabilität kaum erwärmen.

Anwendungen

  • Induktionskochfeld
  • Härteöfen (gezielte Erwärmung bestimmter Bereiche, z. B. nur die Oberfläche).
  • Erwärmung von Hülsen zur Herstellung bzw. Trennung von Schrumpfverbindungen.
  • Linienförmige Erwärmung von Fahrzeugteilen um darauf aufgebrachte Kleber und Dichtungen zu erwärmen (Abbinden, Aushärten)
  • Zonenschmelzverfahren

Anwendungsarten

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Induktionsheizung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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