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Streckeisendiagramm



  Bei einem Streckeisendiagramm, auch QAPF-Diagramm genannt, handelt es sich um ein schematisches Diagramm zur Klassifizierung magmatischer Gesteine anhand ihres felsischen Mineralbestandes und dessen prozentualem Anteil am Gesteinsverband. Berücksichtigt werden folglich lediglich die Mineralphasen Quarz, Alkalifeldspäte, Plagioklase und Foide. Albit wird dabei dem Alkalifeldspat zugerechnet. Das Diagramm wird aus zwei Konzentrationsdreiecken gebildet. Die beiden Dreiecke berühren sich auf der Feldspat-Grundlinie, da freier Quarz und Foide in einem Magma nicht zugleich kristallisieren können, sondern zu Feldspat reagieren würden. Die Eckpunkte des Streckeisendiagramms werden durch Gesteine gebildet, in denen die jeweiligen Minerale den einzigen felsischen Anteil bilden, was jedoch weitere mafische Minerale nicht ausschließt. Unterteilt wird in Plutonite und Vulkanite, wobei nebenstehendes Diagramm die Unterteilung der Plutonite zeigt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Zusammensetzung eines Gesteins ergibt sich aus der Entfernung des jeweiligen Punktes im Streckeisendiagramm zu den Eckpunkten, also den Gesteinen mit den jeweils reinen Grundmineralgruppen, und wird in der Regel durch die Auszählung von Kristallen in Dünnschliffen ermittelt. So würde ein Gestein mit 30 % Quarz, 50 % Alkalifeldspat und 20 % Plagioklas im Streckeisendiagramm für Plutonite als Granit klassifiziert, während ein Vulkanit der gleichen Mineralzusammensetzung als Rhyolith bezeichnet würde.

 

Da Vulkanite oft extrem feinkristallin sind und Gesteinsgläser enthalten, können die Anteile einzelner felsischer Mineralphasen in der Regel nicht mit mikroskopischen Methoden bestimmt werden. Daher werden für Vulkanite andere Klassifikationssysteme verwendet, die auf der chemischen Analyse von Gesteinsproben beruhen, wie beispielsweise die Unterscheidung nach dem TAS-Diagramm.

Die Gesteine des Streckeisendiagramms für Plutonite sind: Granit, Quarzolit, Diorit, Gabbro, Tonalit, Monzonit, Syenit, Anorthosit, Foidit und ihre vielfältigen Mischformen. Als grobe Orientierung kann die Regel dienen, dass der Anteil der mafischen Minerale von den Eckpunkten A (Alkalifeldspat) zum P (Plagioklas) und vom Q (Quarz) zum F (Foid) hin in der Regel zunimmt.

Anwendbarkeit

Das Streckeisendiagramm darf zur Klassifikation der Magmatite nur dann herangezogen werden, wenn:

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Streckeisendiagramm aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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