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Chemiker baut Enzyme aus Pflanzen in Sensoren und Brennstoffzellen ein

Auszeichnung für Nicolas Plumeré

25.06.2019

© RUB, Kramer

Nicolas Plumeré wurde für seine Arbeiten ausgezeichnet.

Der Bochumer Chemiker Prof. Dr. Nicolas Plumeré ist mit dem Luigi-Galvani-Preis der Bioelectrochemical Society ausgezeichnet worden. Der Preis wird alle zwei Jahre an eine Forscherin oder einen Forscher verliehen, der oder die auf dem Gebiet der Bioelektrochemie einen herausragenden Beitrag geleistet hat. Plumeré hat erfolgreich leitfähige Hydrogele und Polymere für bioelektrokatalytische Systeme weiterentwickelt. Der Preis wurde ihm im Mai 2019 auf dem International Symposium on Bioelectrochemistry and Bioenergetics in Limerick überreicht.

Nitratsensor hilft richtig düngen

Ein Hauptaugenmerk des Chemikers, der Mitglied des Exzellenzclusters Ruhr Explores Solvation, kurz Resolv, ist, liegt auf der Leistungssteigerung bioelektrokatalytischer Systeme. Dabei werden Enzyme, die in der Natur zum Beispiel in Pflanzen vorkommen, in technische Anwendungen eingebaut. Ein Beispiel ist der Nitratsensor, den Plumeré entwickelt hat und dessen Herzstück eine Nitratreduktase ist. Eingebettet in ein leitfähiges Hydrogel hilft das Enzym dabei, in kürzester Zeit den Nitratgehalt einer Probe zu bestimmen. So können Landwirte gleich auf dem Feld prüfen, ob Düngebedarf besteht oder nicht.

Wasserstoff für Brennstoffzellen

Auch andere Anwendungen funktionieren ähnlich: Hydrogenasen sind Enzyme, die unter bestimmten Bedingungen Wasserstoff herstellen können. „Eingebettet in einen Katalysator können sie zur Energieumwandlung eingesetzt werden“, sagt Nicolas Plumeré. Gemeinsam mit Kollegen hat er entdeckt, dass die leitfähigen Polymere zudem interessante Nebeneffekte haben. So können sie dabei helfen, die sauerstoffempfindlichen Hydrogenasen in einer Brennstoffzelle zu schützen und zu stabilisieren.

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    Kevin Wonner

    Kevin Wonner, Jahrgang 1995, studierte Chemie mit dem Schwerpunkt der elektrochemischen Untersuchung von Nanopartikeln an der Ruhr-Universität Bochum und ist seit 2018 Doktorand am Lehrstuhl für Analytische Chemie II von Prof. Dr. Kristina Tschulik im Rahmen des Graduiertenkollegs 2376. Er ... mehr

    Mathies V. Evers

    Mathies Evers, Jahrgang 1989, studierte Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er an der Synthese atompräziser molekularer Cluster forschte. Nach seinem Masterabschluss begann er seine Doktorarbeit am Lehrstuhl für Analytische Chemie II von Prof. Dr. Kristina Tschulik und wird durch den ... mehr

    Prof. Dr. Kristina Tschulik

    Kristina Tschulik promovierte im Jahr 2012 an der TU Dresden und arbeitete als Postdoktorandin am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie an der Universität Oxford. Danach baute sie gefördert durch ein NRW-Rückkehrprogramm die Arbeitsgruppe für „Elektrochemie u ... mehr

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