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CO2-Matratze und MRT-Revolution: Nominierungen für Zukunftspreis

12.09.2019

(dpa) Effizientere Abläufe in Unternehmen, eine bessere bildgebende Diagnostik und eine überraschende Nutzungsmöglichkeit für CO2: Das sind die Innovationen, die ins Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2019 gehen. Gut zweieinhalb Monate vor der Vergabe stellten die nominierten Forscherteams in München ihre Projekte vor.

Mit dem Recycling von Kohlendioxid, das als Treibhausgas zum Klimawandel beiträgt, befassten sich Wissenschaftler der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion und des Werkstoffherstellers Covestro. Für ihre klimafreundliche Matratze ersetzten sie bei der Schaumstoffherstellung einen erdölbasierten Stoff mittels eines Katalysators zu 20 Prozent durch CO2.

Um frühzeitige Diagnostik und damit bessere Therapiechancen geht es bei einem Magnetresonanztomographen, den Forscher des Universitätsklinikums Erlangen, der Siemens Healthineers AG und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg entwickelt haben. Sie konstruierten ein für den Klinikalltag geeignetes Gerät, das mit einer Feldstärke von sieben Tesla extrem präzise Bilder liefert.

Ein Team aus München widmet sich dem Process Mining, einer Methode des Prozessmanagements, die Geschäftsprozesse auf Basis digitaler Spuren überprüft und über Algorithmen ineffiziente Prozesse entlarvt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht den Preis am 27. November in Berlin. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Voraussetzung ist nicht nur die Innovation, das Produkt muss auch bereits zur Marktfähigkeit entwickelt sein.

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